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Wochenandachten 2026

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Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte - 28.2.2026

Am Aschermittwoch hat die Passionszeit, auch Fastenzeit genannt, begonnen. Sie dauert bis Ostern und umfasst in etwa sieben Wochen. Und sie lädt ein, die Zeit bis zum Höhepunkt im christlichen Festkalender zur Vorbereitung zu nutzen. Früher haben die Menschen gefastet unter der Woche, aber nicht an den Sonntagen, die schon immer kleine Osterfeste sind. Viele fasten heute wieder, verzichten auf Fleisch, auf Alkohol, auf Süßigkeiten, auf Medienkonsum oder etwas anderes, was sonst vielleicht zu viel Raum einnimmt im eigenen Leben. Es geht um Verzicht, aber nicht um Selbstkasteiung, sondern um einen Zugewinn an Freiheit oder auch um die Orientierung an Jesus, der auf seinem Leidensweg auf vieles verzichtet hat. Um die Zeit noch geistlicher zu gestalten, kann man in den Evangelien die Passionsgeschichte Jesu lesen. Oder auch der Aktion „Sieben Wochen ohne“ folgen, die in diesem Jahr dazu aufruft „ohne Härte“ auszukommen. Nun klingt das aber missverständlich. Andere Verzichtsübungen enden mit Ostern, aber dieser Appell, ohne Härte auszukommen, reicht doch wohl über Ostern hinaus. 

Andernfalls wäre mit der Aktion kein Fortschritt erreicht. Wir können uns also Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, wo wir auf Härte stoßen, die uns verstört, oder wo wir selbst anderen gegenüber zu hart auftreten. Ich stehe noch unter dem Eindruck der Winterolympiade, die am 22. Februar zu Ende gegangen ist. Wer es im Hochleistungssport zu etwas bringen will, muss sich selbst gegenüber ein hohes Maß an Härte aufbringen, auf vieles verzichten, enorm viel trainieren und eine hohe Schmerztoleranz haben. Anders kommt man nicht zum Erfolg. Aber auch hier muss man sich selbst mit den eigenen Grenzen im Blick haben, sonst wird es gefährlich, so wie bei Lindsey Vonn, deren schweren Sturz ich verstörend fand. Verstörend und ärgerlich finde ich auch die vernichtenden Kritiken, die im Nachhinein auf die Sportler und Sportlerinnen hereingeprasselt sind. In manchen Medien machte sich Untergangsstimmung breit, weil der Rang im Medaillenspiegel angeblich so enttäuschend war. Diese Art von Härte hat etwas Vernichtendes und ist unangebracht. Auch mit der Härte ist man also gar nicht so schnell fertig. Manchmal brauchen wir sie, um bestimmte Ziele zu erreichen. Und dann sind wir auch schnell wieder zu hart mit uns selbst. Und wer zu sich selbst zu hart ist, ist es oft auch gegenüber anderen. Und dann gibt es diese harten Reaktionen aus Enttäuschung, weil man sich gekränkt fühlt und das dann an anderen auslässt. Dabei leben wir doch alle davon, dass man uns auch mit Verständnis und Nachsicht begegnet. Darum ist mir diese Seligpreisung von Jesus auch eine der liebsten: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.“ Ich wünsche Ihnen eine gefühlvolle Fasten- und Passionszeit!

Wiebke Dankowski, Pastorin in Dedensen-Gümmer

Frieden, nichts als Frieden - 21.2.2026

Haben Sie in der letzten Zeit auch viele Stunden vor dem Fernseher verbracht. Als Kinder hätte man uns wohl ausgeschimpft mit den Worten: Davon bekommst du ganz viereckige Augen. Wir Älteren gehören trotz aller technischer Errungenschaften nicht zur Handygeneration und unsere Eltern schon gar nicht. Was hätten sie wohl gesagt, wenn wir Stunde um Stunde am Bildschirm eines kleinen tragbaren Telefons verbracht hätten. Dazu mit Inhalten, die an Tonfülle und Schrillheit kaum zu übertreffen sind und dazu nachweislich auch so etwas wie dumm im Kopf machen. Da sind doch die viereckigen Augen nichts. Vor allem, wenn es darum geht, Olympia zu schauen. Die Winterspiele im norditalienischen Cortina d’Ampezzo. Mit dem Motorrad war ich schon einmal da. Ich muss sagen, dass mir damals die sommerlichen Temperaturen mehr zusagten als die winterliche Kälte. Auch kommt die Landschaft in Farbe besser zur Deutung als im schlichten Weiß. Trotzdem ein schöner Ort, sommers wie winters, inmitten der Berge. Und es ist Olympiade. Bereits in der Antike waren die Spiele ein Grund, über ihre Dauer die Waffen schweigen zu lassen. 

Sport hat seine ganz eigenen Wettkampfregeln und seine Fairness. Das kann man vom Krieg nicht behaupten. Seine ersten Opfer sind Unschuld und Wahrheit. Und dann? – Ein ukrainischer Athlet gedenkt seiner gefallenen Sportsfreunde indem er ihre Fotos auf seinem Helm trägt. Ihnen ist es nicht mehr vergönnt an den Spielen teilzunehmen. Darüber kann man denken, wie man möchte, doch die Geräusche, Gerüche und Bilder des Krieges werden wir nicht los, selbst wenn Ruhe einkehrt. Wenn es still wird, werden die Gedanken am lautesten, und Trauer verschwindet nicht auf Befehl. Gewiss, Neutralität und Frieden sollen herrschen, damit die Spiele gelingen. Doch welche Opfer sind wir bereit für so eine Herrschaft zu bringen? 

Die Welt dreht sich weiter und mit ihr die Zeiger der Uhr. An diesem Wochenende beginnt die Passionszeit. Ein Abschnitt des Jahres, der, auch wenn man nicht christlich ist, für unsere Psyche eine tiefe Bedeutung hat. Wir sind nicht allein mit unseren Fehlern und Schwächen, mit unseren Ohnmächten und unserer Wut. Da war und ist einer, der mit uns die Tiefen des Lebens mit ausgelotet hat. Einer, der wusste, dass politische Korrektheit nicht alles ist, und wenn andere rufen „Frieden, Frieden“ noch lange kein Frieden sein muss. Er, der erschienen ist, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Vielleicht mögen Sie sich ja auf diese Zeit einlassen, so wie auf Olympia. 

Ihnen ein schönes Wochenende.

Holger Kipp, Prädikant im Kirchenkreis

Leichtigkeit im Widerstand - 14.2.2026

Es war letzte Woche. Meine Frau und ich hatten uns einen Konzertabend gegönnt. Es ging zu Herbert Grönemeyer aufs Expo-Gelände in eine ausverkaufte Halle. „Von allem anders“, so war das Motto des Künstlers, den manche mögen und manche nicht. Für manche singt er zu unverständlich und andere mögen den Musikstil nicht. 

Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber das Faszinierende des Abends abseits der Musik waren die Beiträge von dem inzwischen 69jährigend Grönemeyer zu den Themen Respekt und Gemeinschaft: Wie wichtig es sei, dass alle Menschen vernünftig und respektvoll miteinander umgehen und es keine Menschen zweiter oder gar dritter Klasse gibt. Eine Gesellschaft, die vielleicht immer weiter gespalten ist, müsse auf ihre Demokratie und ihre Werte aufpassen. Grönemeyer ergänzte die Warnung vor einem Rechtsruck, dessen Auswirkungen Deutschland noch von vor 90 Jahren kenne würde. 

„Standing Ovations“ in der Halle und langanhaltender Applaus – für die Aussagen, die er traf und die klare Botschaft. 12.500 Menschen sind beieinander und sich dabei vollständig einig, was einen Gänsemoment erzeugte. 

Und so reihte sich Grönemeyer ein in die Gilde der Prominenten, die ihre Bekanntheit nutzen, um sich querzustellen bei all dem Hass und der Verachtung, der von manchen Gruppen geschürt wird und sich in manchen Köpfen verfangen hat. Die Leichtigkeit der Musik, die Menschen tragen und berühren kann, ist Teil dieser Botschaft zum Widerstand. Ob Grönemeyer in Hannover oder Bruce Springsteen mit seinen „Streets of Minneapolis“: Es ist an der Zeit, etwas klarzurücken. 

Und so passte es, dass das Konzert von Herbert Grönemeyer endete mit einem Kirchenlied inklusive der letzten Strophe: „So legt euch denn, ihr Brüder (und Schwestern), in Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch. Verschon' uns, Gott! mit Strafen, und lass uns ruhig schlafen! Und unsern kranken Nachbar auch!“ 

Ein perfekter Abschluss, der die Nächstenliebe noch einmal zusammenfasst und die Besuchenden fast schon gesegnet in die Nacht entlässt.

Jörg Mecke, Prädikant im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf

Du bist gut - 24.1.2026

Sicher haben Sie heute Morgen schon in einen Spiegel geschaut. Ein Spiegel ist dazu da, um sich selbst sehen zu können. Ich schaue in den Spiegel und sehe mein Gesicht, sehe vielleicht Falten und müde Augenringe, sehe vielleicht Augen leuchten und die glatte Haut nach einer Rasur, sehe vielleicht wie Haare zu Berge stehen oder ich entdecke ein paar neue graue Haare.

Stellen Sie sich nun vor, wie unten auf dem Spiegel in großen Buchstaben ein kurzer Satz klebt. Oben sehe ich mein Gesicht und darunter die Worte aus der biblischen Schöpfungsgeschichte „Und Gott sah, dass es gut war!“. Worte, die ich auch auf den ersten Seiten der Bibel sieben Mal lese, nachdem erzählt wurde, wie Gott das Weltall, die Sonne, Mond, Sterne und die Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen erschaffen hat. 

Die Botschaft dieses biblischen Spiegels lautet also: Du bist gut! Du hast so viele Stärken und Fähigkeiten von Gott geschenkt bekommen. Du hast so viele gute und positive Eigenschaften. Du kannst anderen Menschen ein Freund oder eine Freundin sein. Du kannst so viele Menschen erfreuen und glücklicher machen. Gut, dass du da bist. Gut, dass es dich gibt.

Dieser Spiegel Gottes lässt sogar tiefer blicken, lässt mehr sehen, als man vielleicht auf den ersten Blick erkennen kann. Er zeigt, was Gottes Herz sieht. Wunderbar ist dies im Kircheneingang der St. Konradkirche in Bokeloh dargestellt. Dort steht ein großer Spiegel, auf dem oben ein Zettel klebt „Hier siehst du einen Menschen den Gott liebt!“ Seine Botschaft:  Gott hat uns Menschen nicht nur gut geschaffen, er liebt auch jeden Menschen, er sagt Ja zum Menschen in seiner Einmaligkeit: Mit allen Falten und grauen Haaren, mit den müden oder leuchtenden Augen, wenn wir ganz verkniffen sind oder fröhlich in die Welt strahlen, mit unserer Geschichte und Begabungen, mit unseren Ängsten und Hoffnungen.

Liebe Lesende!

Schauen Sie doch heute einfach mal in einen Spiegel und erinnern sich an die Worte der Bibel: „Und Gott sah, dass es gut war!“ Oder denken Sie an das Bild im Spiegel von Bokeloh: „Hier siehst du einen Menschen den Gott liebt!“

Stefan Keil, Gemeindereferent in der Kath. Pfarrgemeinde St. Bonifatius

 

Den hol ich mir! - 17.1.2026


Man muss kein Blitzmerker sein, um festzustellen, das Weihnachten vorüber ist. Epiphanias ist gewesen, und um es mit einfachen Worten der Ikea’ner zu sagen Knut ist vorbei. Tannenbaumweitwurf war am 5. Januar. So zumindest die Werbung. Der Baum ist also raus, obwohl ganz Hartgesottene die Weihnachtszeit bis Mariä Lichtmess am 2. Februar hinauszögern. Die Zeit der Geschenke unter dem Baum ist definitiv um. Und wenn man sich in der dritten Woche des Jahres kaum noch ein frohes neues Jahr wünscht, dann sind wir im Jahr 2026 angekommen. All die guten Vorsätze werden ganz blass angesichts der Nachrichten dieser Tage. Manch eine oder einer würden sogar lieber gleich die Decke über den Kopf ziehen. Doch sei jenen gesagt, dass diese Art der Vogel-Strauß-Politik noch nie zu etwas Gutem geführt hat. Also woher ein wenig Glückseligkeit nehmen und nicht stehlen?

Wir könnten ein Stück Schokolade essen. Doch das setzt an. Oder wir kaufen uns einfach glücklich. Konsum, vor allem hemmungslos erlebt, soll enorm die Ausschüttung von Glückshormonen stimulieren. 

Nun denn, gehen wir einkaufen. Unlängst kam ich an einem Autohaus vorbei. Eines von der noblen Art. Sie wissen schon, aus Stuttgart mit P. Drinnen im sogenannten Show Room standen sportlich schöne Karossen, glänzend in tollen Farben. Es war schon nach Geschäftsschluss. So blieb uns nur, die Autos durch das Schaufenster zu bestaunen. Nicht weit von uns stand ein junger Mann in abgerissenen Klamotten. Er mochte so Anfang zwanzig gewesen sein. Die Hände hatte er zu einem Guckloch geformt, so dass ihn auch keine Spiegelung vom Objekt seiner Begierde ablenkte. Plötzlich sagte er: „Boah ey! Den hol ich mir.“ Stolze Ansage, ist doch gerade jenes Model in der Grundversion schon für 250.000 Euro zu haben. Ich mag mich ja täuschen, aber kann es sein, dass dann am Ende des Geldes noch viel Monat übrigbleibt? Groß ist die Chance, dass wir so auch nicht glücklich werden.

Vielleicht helfen ein Perspektivwechsel und ein Rückblick. Wie war das noch mit dem Christkind? Gott auf Erden, uns zum Heil. Von dem schreibt der Evangelist Johannes: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ Das ist doch was. Das gibt’s kostenlos. Also ohne Geld, und wir können uns diese Gnade einfach so holen. Und wer weiß, vielleicht stellt sich ja dann dieses Boah-Ey-Gefühl ein. Versuch macht klug.

Ihnen ein schönes Wochenende.

Prädikant Holger Kipp

Gott nahe zu sein, ist mein Glück - 10.1.2026

Sie schlägt die Augen auf. Wie schön ist es, von einem warmen Sonnenstrahl im Gesicht geweckt zu werden. Kräftig streckt sie ihre Arme und Beine in alle Richtungen. Die Ruhe der Nacht hat gut getan und sie für eine kurze Zeit ihre Sorgen ver­ges­sen lassen. Endlich konnte sie mal wieder eine ganze Nacht durchschlafen. Sie schlägt die Bett­decke zurück, setzt sich auf und seufzt. Auf einmal werden ihre Glieder schwer wie Blei. Ach, lohnt es sich überhaupt aufzu­stehen? Seit fast einem Jahr ist sie auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Aber immer ist es das Gleiche. Auf ihre Bewerbung bekommt sie nur Absagen. Langsam verlässt sie der Mut. „Wird es mir überhaupt noch gelingen, wieder in die Arbeitswelt zu finden?“. Auf dem Weg ins Bad sieht sie noch einmal den Sonnenstrahl, der auf ihrer Bettdecke liegt. Sie lächelt. Wie fröhlich die kleinen Staubkörner in dem Licht tanzen. Im Badezimmer ist es kalt. Sie stellt die Heizung an. Zum Glück wird das Wasser in der Dusche schnell warm. Mit geschlossen Augen hält sie ihr Gesicht in den Wasserstrahl. „Es geht immer weiter“ hat ihre Oma immer zu ihr gesagt, wenn sie glaubte, die langen Schulwochen und die vielen Klassenarbeiten nicht zu schaffen. „Es geht immer weiter,“ spricht sie nun leise in den Wasserstahl hinein. Ihre Oma war eine Frau mit einem festen Glauben. Es faszinierte sie immer, wenn sie hörte, wie schwer ihre Oma es in ihrem Leben gehabt hat und wie stark sie der Glaube an Gott gemacht hat. Sie stellt das Wasser ab, greift nach ihrem Bademantel wickelt sich fest in den Frottierstoff ein. Auf dem Weg in die Küche zieht sie die Zeitung aus dem Postschlitz an der Tür. Als sie die Beilage der Zeitung herausnimmt, fällt eine Postkarte heraus. „Gott nahe zu sein ist mein Glück,“ liest sie halblaut. Sie lächelt und denkt wieder an ihre Oma. „Ja, Gott nahe zu sein ist mein Glück und es geht immer weiter.“ Gott sei Dank! 

Pastorin Birgit Lang

 

Alles auf: NEU?! - 3.1.2026

Das neue Jahr ist nun vier Tage alt. Wie war Ihr Silvestertag? Gab es einen kurzen Moment des Innehaltens? Was war, liegt hinter mir? Ich für mich muss sagen, das hatte Heilig Abend im Gottesdienst in Flensburg schon seinen Anfang genommen. Die Pastorin sprach von einem NEUANFANG. Mit Jesus. Er kommt ohne große Erwartungen an uns zu uns. Ein neues Jahr fängt meist mit großen Erwartungen an. Einige von uns nehmen sich vor, Dinge anders zu machen. Mutiger zu sein, gesünder zu leben. Mehr Gelassenheit, weniger Stress. Doch schon nach kurzer Zeit merken viele: Ein echter Neuanfang ist schwieriger als gedacht. Gewohnheiten bleiben, Sorgen auch. Krisen prägen den Alltag vieler Menschen. Kriege, politische Spannungen, Klimawandel und wirtschaftliche Unsicherheit lassen die Zukunft fragil erscheinen. Alte Gewissheiten tragen nicht mehr, Vertrauen geht verloren, der Blick nach vorn fällt schwer.

In diese Erfahrung hinein spricht die Jahreslosung 2026: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ (Offbg. 21,5) Gott sagt nicht: Du musst alles neu machen. Oder streng dich mehr an. Sondern: ICH mache es!

Der Satz fällt nicht in eine heile Welt. Die Worte stammen aus einer Zeit der Unsicherheit, Angst und Verfolgung. „Alles neu“ heißt nicht, dass Krisen verschwinden, Verletzungen ungeschehen sind, oder Ihre Geschichte ausgelöscht wird. Ihre Brüche, Ihr Scheitern, Ihre Zweifel – sie werden nicht ignoriert. Aber sie bekommen eine neue Bedeutung. Vielleicht beginnt dieses „NEU“ ganz leise: ein neuer Blick auf uns selbst. Hoffnung, wo Sie schon aufgegeben hatten oder der Mut, trotz Angst weiterzugehen. Gott sagt: „Siehe!“ Schau hin, auch wenn du es noch nicht vollständig sehen kannst. Das Neue ist schon unterwegs. 

Die Jahreslosung 2026 richtet den Blick nach vorne, ohne die Realität auszublenden. Sie macht Mut, dem Alten nicht das Feld zu überlassen und dem Neuen zu trauen. Denn wo Gott am Werk ist, bleibt Zukunft möglich. Ich wünsche Ihnen ein gelingendes neues Jahr.

Susanne Bannert, Prädikantin im Kirchenkreis
1 von 7
Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte - 28.2.2026
Frieden, nichts als Frieden - 21.2.2026
Leichtigkeit im Widerstand - 14.2.2026
Du bist gut - 24.1.2026
Den hol ich mir! - 17.1.2026
Gott nahe zu sein, ist mein Glück - 10.1.2026
Alles auf: NEU?! - 3.1.2026

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