Am Wochenende war ich mit Jugendlichen und ehrenamtlichen Begleiter*innen unterwegs. Die Tage waren geprägt vom kreativen Miteinander und dem Austausch über neue Ideen oder bereits Erlebtes. Wir haben zusammen gegessen, diskutiert, gespielt, gebastelt, Gottesdienst und Morgenimpuls vorbereitet und gefeiert.
Die 15- und 16-jährigen Menschen bewegten Themen wie: Was macht mich aus? Welche Werte habe ich? Wer stärkt mich? Wichtig ist ihnen: Zusammenhalt und Gemeinschaft, ebenso Respekt gegenüber den Mitmenschen und auch, dass jeder Mensch wertvoll ist.
Keine Rede von Ausgrenzung oder Menschen, die weniger wert sind. Niemand wollte festlegen wie der oder die andere zu sein hat. Vielmehr ist der Wunsch da, die Vielfältigkeit der Person anzuerkennen! Bestärkt zu werden auf seinem eigenen Weg!
Ich bin erfreut, wenn ich erlebe wie wichtig diesen jungen Menschen das Miteinander und der faire Umgang miteinander ist. Oft resultiert es auch daraus, wieviel sie selbst schon erlebt haben an Ungerechtigkeit, unsozialem Verhalten und Ausgrenzung. Wir können hinhören auf die Stimmen dieser jungen Menschen, wir können lernen von ihnen, ehrlich und liebevoll miteinander umzugehen.
Am gemeinsamen Wochenende stand das Wort „ZUSAMMENHALT“ auf einem Plakat an der Wand. Jugendliche hatten es aufgeschrieben und liebevoll verziert, dazu einen Teil des Verses aus dem Epheserbrief 4,32 aus der Bibel: „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen!“
Ich habe mir ein Foto davon gemacht und trage es bei mir. Es wird mich erinnern! Wenn ich mal wieder etwas besser zu wissen meine oder eng in meinen Gedanken oder Worten bin. Es ist gut, dass die jungen Menschen meinen Blick und mein Herz weiten können!
Claudia Schwarzer, Gemeindereferentin in der Kirchengemeinde St. Bonifatius