User account menu

  • Anmelden

Main navigation

  • Startseite
  • Beratung
    • Diakonie (opens in new tab)
    • Taufe
    • Trauung
    • Konfirmation
    • Eintritt
    • Beauftragungen im Kirchenkreis
    • Beratung in schwierigen Situationen
    • Lebensberatung (opens in new tab)
    • Notfallseelsorge
      • 20 Jahre Notfallseelsorge
      • Ach, Sie sind das?
      • Notfallseelsorger in der Psychiatrie
    • Krankenhausseelsorge
    • Mitarbeitervertretung (opens in new tab)
    • Flüchtlingsarbeit
      • Arbeitskreis Asyl Wunstorf
      • Mitmachen
      • Sprachkurse
      • Hausaufgabenhilfe
      • Öffentlichkeits- und Pressearbeit
      • Homepage
      • 30 Jahre AK Asyl und Integration
      • Protokolle und Einladungen
      • Aktuelles
      • Leitlinien des Kirchenkreises
      • Downloads
  • Einrichtungen
    • Superintendentur und Ephoralbüro
      • Kontakt
      • Urlaub/Abwesenheit (opens in new tab)
    • Öffentlichkeitsarbeit
      • Gemeindebriefe
      • Internet
      • Pressemitteilungen
        • Presse 2026
        • Presse 2025
        • Presse 2024
        • Presse 2023
    • Kirchenamt (opens in new tab)
    • Kirchenmusik
      • Gruppen
        • Vokalchöre
          • Kirchenchor Niedernstöcken
          • Projektchor Bokeloh
          • Stadtkantorei Neustadt an Liebfrauen
          • Stiftskantorei Wunstorf
        • Gospelchöre
          • Delighted Voices Helstorf-Mandelsloh
          • Gospelchor „nameless voices“
          • Kum-ba-yah Neustadt
          • Masithi
          • New City Voices
        • Kinder- und Jugendchöre
          • Kinderchor Johannes Neustadt
          • Kinderchorprojekt Mardorf-Schneeren
          • Kinderchorprojekt Mühlenfelder Land
        • Vokalensembles
          • Die Schola Wunstorf
          • Quattro stagioni Liebfrauen
        • Posaunenchöre
          • Bläserkreis Wunstorf
          • Posaunenchor Hagen
          • Posaunenchor Helstorf
          • Posaunenchor Kolenfeld
          • Posaunenchor Mandelsloh
          • Posaunenchor Region Mitte
        • Sonstige Ensembles
          • Flötenchor Mandelsloh
          • Flötenensemble Helstorf
          • Sing mit! Johannes Neustadt
          • Weltgebetstags-Combo
      • Gottesdienste mit besonderer Musik
      • Konzerte
      • Die Kirchenkreiskantorinnen
    • Fundraising
      • Spendenkonto
      • Fundraising-Preis
    • Gremien und Ausschüsse
      • Kirchenkreisvorstand
      • Die Kirchenkreissynode
    • Kirche und Schule
    • Kirchenkreisjugenddienst (opens in new tab)
    • Bildungslandschaft
    • Kindertagesstätten (opens in new tab)
    • Partnerschaft - Convivência
    • Pilgern im Kirchenkreis
    • Stiftungen im Kirchenkreis
      • Stiftung "Lichter im Norden"
      • Zukunft mit Kirche!
    • Lektoren- und Prädikantenarbeit
    • Konfirmandenferienseminare
      • 2021
      • Regionen
    • Spiel- und Kreativmobil
  • Regionen und Gemeinden
    • EGIS-Karte des Kirchenkreises
    • KGV Nord
      • Termine im KGV Nord
      • Kirchengemeinden gründen Verband
      • Musikalische Begegnungen in Mariensee
      • Spuren lesen
      • Unterwegs - Evangelisch 1517-2017
    • KGV Mitte (opens in new tab)
    • KGV Südland
      • Gottesdienst für Liebende*
      • KGV Region Südland mit eigener Homepage
      • Sommerkirche 2024
      • Passionszeit 2024
    • KGV Bokeloh-Wunstorf
      • Termine KGV Bokeloh-Wunstorf
      • Evangelische Jugend in Bokeloh und Wunstorf
        • Diakonin Anika Schneider
        • Connect - der Teamendenkurs
        • Corvinus open for you - Jugendgruppe
        • Jugendfestival Elze
        • Jugendgottesdienste
        • Konfi-Ball 2025
      • Konfirmandenunterricht in der Region
      • Lebendiger Adventskalender
      • Regenbogen als PDF
        • Vereinbarungen
      • Sichtweisen als pdf
      • Ökumenische Frauengruppe
      • Freiwilligenmanagement
      • Mehrgenerationenhaus (opens in new tab)
  • Kirchenkreiskalender
    • Kirchenkreistermine als Liste
    • Gottesdienste
      • Taufgelegenheiten
      • Gde mit Lekt./Präd.
    • Gruppen
    • Jugend
    • Kirchenmusik
    • Vorträge
  • So wars
    • So wars 2026
    • So wars 2025
    • So wars 2024
    • So wars 2023
  • Kontakt
    • Beauftragungen
    • Download
    • Ehrenamtlich im Kirchenkreis
    • Klimaschutz
    • Links
    • Impressum
  • Freie Stellen (opens in new tab)
  • Wochenandacht
    • Liste Wochenandachten
    • Wochenandachten 2026
    • Wochenandachten 2025
    • Wochenandachten 2024

So wars 2025

Pfadnavigation

  • Startseite
  • So wars 2025

Viel Licht und sogar ein bisschen Glitzer

Dieses Jahr brauche ich ganz viel Licht, sogar ein bisschen Glitzer – besonders jetzt zu Weihnachten. Schon das ganze Jahr habe ich gemerkt, dass ich damit nicht alleine bin. Denn ich habe mich in all den Monaten über kleine Entdeckungen gefreut, die ich immer wieder und an ganz unterschiedlichen Orten gemacht habe!

So sah ich immer wieder irgendwo in Neustadt oder auf den Dörfern vergessene Weihnachtssterne: Rote, gelbe oder weiße dreidimensionale Papiersterne baumelten auch im Hochsommer auf einem Balkon oder im Dachfenster oder sogar unter einem Vordach neben einer Haustür. Scheinbar ganz bewusst hatten ein paar Leute im letzten Januar versäumt, ihren Weihnachtsstern abzuhängen! Ich denke: Sie wollten sich wahrscheinlich fürs ganze Jahr etwas vom Weihnachtslicht erhalten!

Und dieses Licht wird jetzt neu angezündet, von allerhöchster Stelle. Denn es kommt vom Himmel. Gott wird Mensch und bringt so sein himmlisches Licht auf die Erde. Er kommt uns nahe und bringt es mit: Deshalb wird es hell!
Denn wenn Gott in einer armseligen Krippe Mensch wird, dann leuchtet es dort hell im Stall zwischen Maria und Josef, die in der Heiligen Nacht obdachlos geworden waren. Es leuchtet auch den armen Hirten, die noch vor den Königen zum Jesuskind kommen durften: So bevorzugt Gott diese soziale Randgruppe und schenkt ihnen Licht, Solidarität und Anerkennung! 

Die großartige Stärke darin ist für mich, dass Gott durch seine Nähe hilft und ermutigt! Weil er sich an die Seite von ein paar Menschen mit ihren ganz individuellen Nöten stellt, wird es dort hell. Und das tröstet jedes Weihnachten wieder ganz viele andere und ermutigt uns, dass Gott sich auch an unsere eigenen Seiten stellt und mit uns mitgeht: Gott kommt in unsere ganz persönliche dunkele Ecke in unserem eigenen zugigen Stall! Gott ist nicht nur bei fröhlichen Sommerfesten vor und im Haus und auf dem Balkon oder sonst wo mit dabei. Vielmehr ist Gott auch da und nah, wenn es danach dunkel wird. Gott geht mit uns mit und trägt uns durch das Dunkle hindurch – so macht er uns Mut!

Diesen Trost haben sich die Leute, die ihren Stern einfach nicht weggehängt haben, das ganze Jahr über erhalten. Es wirkte so nachlässig und war genau genommen eine richtig gute Idee. Jetzt zum Fest sind wir wieder alle eingeladen, mitzumachen und Sterne und Lichter aufzustellen und anzuschauen. Alle sollen sehen: Gott macht unser Leben hell, denn er ist da und nah!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und helles, glitzerndes Weihnachtsfest 2025 und ein gutes neues Jahr 2026. Bleiben Sie behütet!

Superintendent Rainer Müller-Jödicke

PS: Die Idee lässt mich nicht los: Irgendetwas werde ich mir nach dem Fest auch aufbewahren, damit ich das Licht für mich erhalte. Vielleicht einen Stern oder wenigstens einen Engel. Ich überlege mir was!

Kirchenkreis beschließt Kategorisierung der Kirchen und Kapellen – Klarheit für die kommenden Jahre

Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat seine Sakralgebäude neu bewertet und in Kategorien eingestuft. Die Kirchenkreissynode hat am 4. November dem Vorschlag zugestimmt. Superintendent Rainer Müller-Jödicke spricht von einem „wichtigen Schritt – und davon, dass unser Kirchenkreis weiter ist als viele andere in der Nachbarschaft“.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll
Weniger Finanzmittel, steigende Energiekosten, altersbedingte Gebäudelasten. Die Landeskirche hat deshalb alle Kirchenkreise verpflichtet, ihren Gebäudebestand realistisch zu bewerten. Ziel: Prioritäten setzen, Ressourcen bündeln, Zukunftsfähigkeit sichern.

Ein Prozess, der vor Ort gewachsen ist
Im Kirchenkreis lief das Verfahren nicht im stillen Kämmerlein. Der Bauausschuss beziehungsweise Ausschuss für Gebäudemanagement war beteiligt – aber eben nicht allein. Gruppen von Ehrenamtlichen haben mit eingeschätzt, bewertet und Rückmeldungen gegeben. Im Nordkreis gingen Teams sogar mit eigenem Kriterienkatalog durch die Ortschaften, um Zustand, Nutzung, Perspektive und Bedeutung der Gebäude einzuschätzen. Diese Mischung aus Fachlogik und lokaler Erfahrung hat das Ergebnis geprägt.

Was bedeutet „Kategorisierung“ eigentlich?
Die Landeskirche beschreibt es nüchtern: Der Gebäudebestand ist zu groß, um ihn dauerhaft zu finanzieren. Die wichtigsten Kirchen sollen auch in Zukunft solide erhalten werden – diese gehören in Kategorie A.
Andere Gebäude bleiben bestehen, werden aber anders betrachtet: reduzierte Instandsetzung, alternative Nutzung, Kooperationen oder neue Modelle.
Es geht ausdrücklich nicht um Abrissprogramme. Es geht um Ehrlichkeit, Planungssicherheit und darum, Mittel dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden.

So wurden die Kirchen und Kapellen im Kirchenkreis eingestuft

(Offizielle Beschlussvorlage der Synode vom 4.11.2025)

Region Nord – fünf A-Gebäude, mehrere B und C

Kategorie A
•    Dudensen – Kirche Kreuzstraße
•    Hagen – Kirche Zur Kirche
•    Eilvese – Kirche Balschenweg
•    Suttorf – Kapelle In Suttorf
•    Otternhagen – Kirche Otternhagener Straße

Kategorie B
•    Helstorf – Kirche Brückenstraße
•    Basse – Kirche Kirchstraße
•    Laderholz – Kapelle Graue Winkel
•    Mandelsloh – Kirche St.-Osdag-Straße
•    Niedernstöcken – Kirche Kirchende

Kategorie C
•    Büren – Kirche Am Kirchplatz
•    Abbensen – Kapelle Alte Zollstraße
•    Esperke – Kapelle Neustädter Straße
•    Empede – Kapelle Kirchhofsweg
•    Lutter – Kapelle Lutter Straße

Region Mitte – Fokus auf zwei zentrale A-Kirchen

Kategorie A
•    Schneeren – Kirche Küsterweg
•    Neustadt – Johannes-Kirche Im Heidland

Kategorie B
•    Neustadt – Liebfrauenkirche
•    Bordenau – Kirche Steinweg

Kategorie C
•    Mardorf – Kapelle Mardorfer Straße
•    Poggenhagen – Kirche Heinrich-Brandes-Straße

Region Süd-Stadt – klare Schwerpunktsetzung

Kategorie A
•    Wunstorf – Corvinus-Kirche

Kategorie B
•    Bokeloh – Kirche Kreuzkirche

Kategorie C
•    Wunstorf – Stadtkirche

Region Südland – starker Block an A-Kirchen

Kategorie A
•    Kolenfeld – Kirche Kirchdamm
•    Idensen – Sigwardskirche
•    Schloß Ricklingen – Kirche Voigtstraße

Kategorie B
•    Luthe – Kirche Kirchplatz
•    Dedensen – Kirche Altes Dorf
•    Groß Munzel – Kirche Am Steinhof

Kategorie C
•    Gümmer – Kirche Auf der Wohrt
•    Landringhausen – Kirche Niedernfeldstraße
•    Idensen – Neue Kirche

Was bedeutet das jetzt ganz praktisch für die Zukunft?
Die A-Gebäude könnten die zentralen Orte kirchlichen Lebens bleiben.
B-Gebäude könnten weiterhin eine wichtige Rolle haben, erhalten aber angepasste Budgets.
Für C-Gebäude könnten in der Zukunft Nutzungsmöglichkeiten,
Erhaltungskonzepte oder Kooperationen geprüft werden.
  
"Aktuell ändert sich erst einmal nichts. In der Zukunft wird das aber anders aussehen müssen", sagt Dr. Olaf Plümer, Vorsitzender des Bauausschusses. "Was genau erarbeiten wir gemeinsam im Ausschuss und verabschieden es dann in der Synode.

Superintendent Müller-Jödicke bringt es auf den Punkt:
„Wir haben eine ehrliche Grundlage geschaffen. Jetzt können wir Zukunft gestalten – mit klaren Prioritäten und mit Respekt vor allen Gebäuden und den Menschen, die an ihnen hängen.“

Hinweis zur landeskirchlichen Steuerung
„Auch auf Ebene der Evangelisch‑Lutherische Landeskirche Hannovers ist noch nicht abschließend festgelegt, was genau in den einzelnen Kategorien künftig passiert“, sagt Kirchenkreissprecher Mirko Bartels. Zwar sei mit der Rundverfügung K 5/2023 der Rahmen vorgegeben – etwa: ab 2026 wird für Fördermittel die Angabe der Kategorie relevant. „Aber die Landeskirche hat bewusst keine verbindliche Vorgabe gemacht, wie Kategorie B und C konkret ausgestaltet werden müssen“, sagt er. In welchem Umfang Instandsetzung erfolgt, wie Umnutzung aussehen darf, welche Mitfinanzierungs- oder Eigenmittelregeln gelten stehen noch nicht fest. „Die Kirchenkreise bleiben weitgehend frei in der Ausgestaltung ihrer Umsetzung. Diese Offenheit verlangt von uns ein klares Monitoring und – falls nötig – eine eigene Strategie im Kirchenkreis“, sagt Bartels.

Quellen:
Offizielle Beschlussvorlage der Kirchenkreissynode des Ev.-luth-Kirchenkreises Neustadt Wunstorf,vom 4.11.2025
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers (2023):
Rundverfügung K 5/2023 – Kategorisierung von Sakralgebäuden im Rahmen der Gebäudebedarfsplanung.
Hannover: Landeskirchenamt.
(Offizielle Vorgaben zu Kriterien, Verfahren, Priorisierung und Bedeutung der Kategorien A–C.)

Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers (2023):
Aktenstück Nr. 121 – Gebäudemanagement / Gebäudebedarfsplanung.
12. Tagung der 26. Landessynode, Hannover.
(Grundlagenpapier zu Finanzierung, zukünftiger Steuerung und offenen Punkten in der landeskirchlichen Umsetzung.)

Kitas im Kirchenkreis rücken Haltung und Macht ins Bewusstsein

Wie Erwachsene mit ihrer Macht umgehen, prägt den Alltag von Kindern – im Guten wie im Schwierigen. 21 Fachkräfte aus den evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf haben sich intensiv mit dem Thema „Erwachsene Macht und Adultismus“ beschäftigt. Unter Leitung von Maren Ebel vom Berliner Institut KiServ, das auf Beratung und Fortbildung für pädagogische Einrichtungen spezialisiert ist, ging es sechs Stunden lang um Rollen, Verantwortung und Beziehungsgestaltung im Alltag mit Kindern.

Die Teilnehmenden reflektierten, wie sich Macht zeigt – in Sprache, Regeln oder Entscheidungen – und wie sie so eingesetzt werden kann, dass Kinder gestärkt statt klein gemacht werden. Lob kam von Referentin Maren Ebel: Schon nach kurzer Zeit sei spürbar gewesen, dass die evangelischen Kitas im Kirchenkreis beim Thema Partizipation und respektvolle Beziehungsgestaltung weit vorne liegen. „Hier wird Macht bewusst und achtsam eingesetzt“, so Ebel.
 

Für viele bekam der Begriff „Macht“ an diesem Tag eine neue, positive Bedeutung: Macht kann fördern, begleiten und unterstützen – wenn sie reflektiert genutzt wird. Zwischen intensiven Gesprächsrunden, Biografiearbeit und praktischen Übungen blieb auch Zeit für Austausch und Gemeinschaft – bei Pizza, Kaffee und guten Gesprächen. Fachberaterin Ann-Katrin Fischer brachte die Haltung des Tages abschließend auf den Punkt: „Wir sind gemeinsam unterwegs, um Kinder ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und sie in ihrer Entwicklung zu stärken.“





 

Hintergrund: Was bedeutet Adultismus?
Adultismus bezeichnet das unbewusste Ausüben von Macht durch Erwachsene gegenüber Kindern – allein aufgrund des Altersunterschieds. Er zeigt sich etwa, wenn Erwachsene über die Köpfe von Kindern hinweg entscheiden, ihre Gefühle abwerten oder sie nicht ernst nehmen. In der pädagogischen Arbeit geht es darum, diese Muster zu erkennen und zu verändern. Wer sich seiner eigenen Haltung und Verantwortung bewusst ist, kann Kindern auf Augenhöhe begegnen, sie beteiligen und ihre Selbstwirksamkeit stärken – ein zentrales Ziel in den evangelischen Kindertagesstätten des Kirchenkreises. 

 

 

 

Feierliche Begrüßung für Pastor Bernhard Julius

Er ist da. Und er hat seinen Platz eingenommen.

Mit einem festlichen, zugleich persönlichen Gottesdienst begann der Dienst von Pastor Bernhard Julius in der Liebfrauengemeinde Neustadt. Der Kirchenvorstand stand sichtbar an seiner Seite, Superintendent Rainer Müller-Jödicke führte ihn offiziell ein. Was diesen Nachmittag prägte, war kein großes Pathos, sondern gegenseitiger Respekt – und die spürbare Bereitschaft, gemeinsam neu zu starten.

Nach fast siebzehn Jahren in Melle und mehreren Jahrzehnten im Pfarrdienst schlägt der 61-Jährige nun ein neues Kapitel auf. Abschied und Aufbruch gehören für ihn zusammen. „Ein Stück Leben, das tiefe Spuren hinterlässt“, sagt er rückblickend. Dankbarkeit für das Gewachsene verbindet sich mit dem Mut, noch einmal neu anzufangen.

Gemeindearbeit heißt für ihn Beziehung. Menschen begleiten. Mit ihnen feiern und trauern. Glauben teilen. Kirche versteht er als offenen Raum – nicht als Institution hinter Mauern, sondern als Ort, an dem Begegnung möglich wird. Seelsorge geschieht für ihn nicht nur am Schreibtisch, sondern im Gehen, im Gespräch am Wegesrand, mitten im Alltag.

Unterschiede sichtbar werden. Seine Erfahrungen aus verschiedenen Stationen und Kontexten prägen seine Haltung. Entscheidend sei jedoch das Hier und Jetzt: gemeinsam wahrnehmen, gemeinsam gestalten.

So beginnt sein Dienst in Neustadt: mit Haltung statt Überschrift, mit Beziehung statt Programm.

Auch musikalisch zeigte sich an diesem Tag, was Liebfrauen ausmacht. Der Gospelchor „New City Voices“ setzte kraftvolle Akzente, der Posaunenchor brachte klangliche Weite in den Raum. Unterstützung gab es auch von der Alten Musik.
Beim Gottesdienststanden so unterschiedliche Stile nicht nebeneinander – sie wirkten zusammen. Ganz deutlich zeigte auch dies die Vielfalt des Gemeindelebens an Liebfrauen.

Darauf reflektierte auch der „neue“ Pastor. In seiner Predigt sprach Julius über unterschiedliche Lebenswelten und darüber, wie Kirche verbindet,

Große Programme für die nahe Zukunft kündigte Julius nicht an. Erst einmal will der Geistliche zuhören. Menschen kennenlernen. Die Gemeinde verstehen, bevor er Akzente setzt. Kirche soll ein Ort bleiben, an dem Menschen sich gesehen fühlen – offen, beweglich und nah am Leben. 

Dieser Ansatz zeigte sich deutlich auch beim Empfang im Gemeindehaus. Grußworte, Gemeinsamkeit und gute Gespräche brachte die Menschen zusammen und bot einen guten Rahmen auch für einen ersten persönlichen Kontakt mit Bernhard Julius.




 



 


 


 


 


 


 



 


 


 


 



 


 


 


 


 


 

 

 

 

Ihre Winterbilder aus dem Kirchenkreis


Winterlicht, Frost, Nebel, Lichterketten, Kerzen oder mit ein bisschen Glück sogar Schnee: Unsere Kirchen und Kapellen zeigen sich in diesen Wochen immer wieder von einer besonderen Seite. Genau diese Momente suchen wir.
 
Wir laden Sie ein, uns Ihre schönsten Winterfotos von Kirchen und Kapellen im Kirchenkreis zuzuschicken – aufgenommen draußen, im öffentlichen Raum, gern aus Ihrer persönlichen Perspektive.
 
Die eingesandten Bilder möchten wir sichten und ausgewählte Motive künftig für die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising des Kirchenkreises nutzen, etwa für Mailings, Internetseiten oder Social-Media-Beiträge. 

Die Fotografinnen und Fotografen werden dabei namentlich genannt. Zusätzlich ist ein „Best of“ der Einsendungen auf der Website des Kirchenkreises geplant.
 
Mit der Einsendung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihr Foto redaktionell ausgewählt, ggf. zugeschnitten oder farblich angepasst und für die genannten Zwecke verwendet wird. Ein Wettbewerb oder eine Preisvergabe sind nicht vorgesehen.
Fotos bitte mit Name, Aufnahmeort und – wenn möglich – kurzer Bildbeschreibung einsenden an:
 
mirko.bartels@evlka.de
 
Wir freuen uns auf Ihren Blick auf unsere Kirchen im Winter.



 

 


 

 



 

 


 

 



 

 


 

 



 

 


 

Kirchenkreis setzt Maßstäbe: Kita-Leitungen starten mit KI-gestützter Unterstützung durch

Der Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hebt die Qualität seiner Kindertagesstätten auf ein neues Level: Mit dem Abschluss einer professionellen Schulung zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch die Firma Mova sind die Leitungen und stellvertretenden Leitungen nun bestens vorbereitet auf den Einsatz KI-gestützter Systeme in der pädagogischen Arbeit.

„Wir sind damit einer der Vorreiter – nicht nur im Kirchenkreis, sondern auch in der Region. Viele Fachberatungen fragen bereits bei uns an“, berichtet Ann-Katrin Fischer, Fachberaterin und Projektverantwortliche. Die neue Prozessregelung zur Arbeit mit KI wurde parallel zur Schulung implementiert und schafft eine klare, datenschutzkonforme Grundlage für die Nutzung.

Ziel der Einführung ist kein Selbstzweck, sondern die gezielte Entlastung im Alltag: Die Systeme unterstützen etwa bei der Erstellung von Informationsmaterialien, der Dokumentation und der Aufbereitung komplexer Planungsprozesse. Das spart Zeit – und verschafft mehr Raum für das, worauf es wirklich ankommt: pädagogische Arbeit mit Kindern.

„Wir haben früh erkannt, dass 2025 kein Weg mehr an innovativen Werkzeugen vorbeiführt“, so Fischer. „Die neue Generation von Fachkräften nutzt KI bereits selbstverständlich. Darum war uns eine professionelle und sichere Herangehensweise besonders wichtig.“ Die Schulungen vermittelten daher nicht nur technische Kompetenzen, sondern legten auch besonderen Fokus auf Datenschutz, Datensicherheit und verantwortungsvolle Anwendung.

Der Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf positioniert sich mit dem Projekt „Kita 2.0“ als Innovationstreiber in der frühkindlichen Bildung – mit klarem Ziel: weniger Bürokratie, mehr Qualität, mehr Zeit für Kinder.

Kinderturnen in der Kirche


Weil in Schneeren ab Mitte Juni für gut zehn Wochen die Turnhalle fehlt, springt die Kirche ein. So soll es statt Bewegungsmangel im Dorf Kinderturnen und bei schlechtem Wetter auch das ein oder andere Kursangebot in der Kirche zum Guten Hirten geben. 

Die Kirchengemeinde macht es möglich und öffnet kurzerhand den Kirchenraum. Unter dem Motto „Kinderturnen beim Guten Hirten“ sollen so nicht nur Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren und ihre Eltern weiter Gemeinschaft und Bewegung leben können.  „Starten wollen wir mit dem Angebot nach dem Pfingstwochenende“, sagt Heiko Schwarz, Vorsitzender des Kirchenvorstands. 

Damit das reibungslos klappen kann, heißt es für die Ehrenamtlichen aber erst einmal schleppen. „Sport zwischen Kirchenbänken ist schlecht möglich“, sagt Schwarz. So muss das ein oder andere Möbel bewegt und müssen Sportgeräte aus der alten Halle geholt werden, bevor es beim Guten Hirten losgehen kann. „Lagern möchten wir die Sachen während dieser Phase im Pfarrhaus“, sagt Schwarz. Das steht seit geraumer Zeit leer und bietet sich für diese Aktion an. 


Damit das kirchliche Leben nicht auf der Strecke bleibt, haben die Verantwortlichen einen Terminplan ausgearbeitet, der den Beteiligten den Weg ins Fitness-Studio erspart: Die Agenda sieht manchen Umbau vor, um Taufen, Eheschließungen, Konzerte und Gottesdienste trotz Sportangebot im Kirchenraum realisieren zu können. 


Als besonderen Höhepunkt haben die Verantwortlichen einen Besuch von Pastor Marcus Krause geplant. Er wird an diesem Tag mitmachen, am Abschlusskreis teilnehmen, kleine Bücher mit Kindergebeten verteilen und gemeinsam mit den Kleinsten und einem speziellen Würfel kindgerechte Gebete auswählen. „Als ein symbolisches Geschenk möchten wir den Kindern ein kleines Handtuch mit einem Schaf-Motiv – eine Anspielung auf den ‚Guten Hirten‘ mitgeben“, verrät Schwarz. 

Ob der Seelsorger bei dieser Gelegenheit auf dem Bobbycar auch eine kleine Runde durch die Kirche dreht, lässt der Vorsitzende offen. „Es wäre auf jeden Fall ein Foto wert und würde die besondere Verbindung von Bewegung und Spiritualität humorvoll unterstreichen.“


Mit dieser Initiative zeigt die Gemeinde, wie flexibel und einfallsreich man auf Herausforderungen reagieren kann. Die Kirche wird so nicht nur zum Ort des Gebets, sondern auch zum Raum für Gemeinschaft und Bewegung. Ein Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können.

Neue Perspektiven für starke Teams: Impulse für die pädagogische Praxis

Fachworkshops für Kita-Mitarbeitende regen zur Reflexion an und eröffnen neue Handlungsspielräume

„In unserem Alltag bleibt oft wenig Zeit, um grundsätzlich über unsere Arbeit nachzudenken“, sagt Ann-Katrin Fischer, Fachberaterin im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Genau deshalb initiiert der Träger jährlich mehrere interne Workshops, Seminare und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte. „Auch und gerade mit externen Referenten“, sagt Fischer. So sprechen Fachleute von „mannigfaltig“ aus Hannover oder etwa Mitarbeitende der „Werkstatt für gute Gedanken“ aus Hamburg mit und vor den Teilnehmenden. Die Themen sind nah an der Praxis, gleichzeitig zukunftsorientiert, sagt die Fachberaterin.

Ein Beispiel ist die Werkstatt zum Thema Elternarbeit. Wie gelingt ein Dialog auf Augenhöhe, auch in schwierigen Situationen? Welche Erwartungen bringen Familien mit – und wie kann man ihnen professionell begegnen? Die Fachkräfte reflektieren eigene Haltungen und entwickeln Ideen, wie die Beziehung zu Eltern gestärkt werden kann.

Ein weiteres Thema ist ADHS im Hort und der Vorschule. Übergänge, etwa von der Kita in die Schule, stellen Kinder mit ADHS vor besondere Herausforderungen. „Es geht darum, Verhalten nicht vorschnell zu deuten, sondern Verständnis für die kindliche Perspektive zu entwickeln“, sagt Fischer. Die Fortbildung bietet praxisnahe Impulse, wie pädagogische Fachkräfte Kinder mit ADHS begleiten können.


Mit dem Thema Adultismus setzt sich ein dritter Workshop auseinander – speziell für Fachkräfte in der Krippe. Was bedeutet es, Macht zu haben? Wie gelingt ein respektvoller Umgang, ohne die Bedürfnisse der Kinder zu übergehen? „Die Kolleginnen und Kollegen fragen sich ehrlich: Wo bin ich vielleicht zu fordernd, obwohl es auch anders ginge?“, berichtet Fischer. 
In geschütztem Rahmen entsteht so Raum für kritisches Nachdenken – und manchmal für überraschend neue Wege. Auch ein spezieller Männerkreis ist geplant, sagt sie.  

Die Werkstätten etwa dienen nicht nur der Qualitätssicherung, sondern sollen in der Zukunft auch ein Ort der Visionsarbeit sein. Teilnehmende können dann eigene Beobachtungen und Wünsche einbringen – auch solche, die auf den ersten Blick utopisch erscheinen. „Gerade diese Impulse führen oft zu den besten Ideen“, so Fischer.


Weitere Veranstaltungen sind bereits in Planung. Ziel soll es mit den Angeboten die Fachkräfte zu stärken – und damit die Qualität der frühkindlichen Bildung im Kirchenkreis.

Besuch aus Brasilien

Sie sind endlich da – unsere Gäste aus Brasilien. Eine Delegation der Sínodo Uruguai ist seit Mittwoch in unserem Kirchenkreis zu Besuch. Wir freuen uns über lebendige Begegnungen, herzliche Gespräche und viele gemeinsame Erlebnisse.

Gemeinsam unterwegs im Glauben und in die Zukunft

Unsere brasilianischen Partner wohnen in Gastfamilien, feiern mit uns Gottesdienste und erleben unseren Alltag. Bereits in den ersten Tagen stehen Besuche im Landeskirchenamt, in der evangelische IGS in Wunstorf und historischer Gedenkstätten auf der Agenda der Gäste und Gastgeber. In den kommenden Tagen steht natürlich auch die Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover auf dem Programm. 
Dabei geht es bei dem Besuch nicht nur um den Erhalt und die Vertiefung alter Freundschaften: „Es ist schön zu sehen, dass gerade auch junge Menschen den Wert dieser Freundschaft erkennen und weitertragen“, sagt Sabine Teuber-Lukaszewski, die seit Jahren engagiert die Begegnungen mit organisiert.

Willkommensfest mit Convivência

Ein echtes Highlight war bereits das Willkommensfest am Donnerstag, 24. April, im Kloster Mariensee. In fröhlicher Atmosphäre wurde gesungen, gelacht und viel über das Leben hier und in Brasilien erzählt. Besonders schön: Der traditionelle Austausch von Gastgeschenken als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung und Verbindung. Und immer wieder fiel das Wort Convivência, das für die brasilianischen Freunde viel mehr als „Zusammenleben“ bedeutet – es beschreibt eine Haltung, die auf Gemeinschaft, gegenseitigem Respekt und gelebter Nächstenliebe basiert.

Partnerschaft lebt vom Miteinander

Seit über 30 Jahren pflegen wir unsere Partnerschaft mit der Sínodo Uruguai. In dieser Zeit sind unzählige Freundschaften entstanden, die weit über Besuche hinausgehen. Superintendent Rainer Müller-Jödicke ist überzeugt: „Kirche lebt da, wo Menschen sich begegnen.“ Und genau das tun wir in diesen Tagen. 
Die Delegation bleibt noch bis zum 5. Mai. Nutzen wir die verbleibenden Begegnungen, lernen wir voneinander und freuen wir uns gemeinsam auf die Zukunft dieser besonderen Partnerschaft. 
Convivência lebt – auch und gerade durch unsere Jugend

Reger Austausch bei Diskussionsabend in der Corvinuskirche Wunstorf: Kirche(n)steuer(n) auf dem Prüfstand“


Reger Austausch bei Diskussionsabend in der Corvinuskirche Wunstorf: Kirche(n)steuer(n) und Systeme auf dem Prüfstand

Was passiert eigentlich mit den Kirchensteuern – und was steuert die Kirche überhaupt an? Über diese Fragen diskutierten am Dienstagabend zahlreiche Gäste in der Corvinuskirche beim vierten „WortWechsel“ – einem Diskussionsformat deKneipenkirche und des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf. Unter dem Titel „Zwischen Kassenstand und Kompass: Was steuern wir in der Kirche an?“ kamen Vertreter aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Publikum ins Gespräch.

Das Podium hatten die Veranstalter bewusst breit aufgestellt:
Sven Heindorf, Leiter des Kirchenamtes Wunstorf, brachte Zahlen, Fakten und Einblicke mit: Wohin fließt die Kirchensteuer? Wer entscheidet? Und wie viel Spielraum bleibt vor Ort? Unternehmensberaterin Susanne Sievers steuerte Perspektiven aus dem Blickwinkel externer und vor allem wirtschaftlich orientierter Organisationen bei, während Silas Lehmann, Mitglied der Freikirche K21, seine Erfahrungen jenseits des Kirchensteuersystems schilderte und erklärte, wie Kirche nur mit Spenden funktionieren kann. Er bot als einen ganz anderen Blick auf Finanzierung und Selbstverantwortung.
 


Moderiert hat den Abend Mirko Bartels, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises. Ihm gelang es, Diskutanten und Besucherinnen und Besucher aktiv miteinander ins Gespäch zu bringen und so einen offenen Dialog zu schaffen. Das Publikum nutzte die Gelegenheit gerne: Viele Fragen, Meinungen und auch Widerspruch wurden direkt aus dem Kirchenschiff eingebracht – für alle Beteiligten ein echter Dialog auf Augenhöhe. Ganz zentral dabei: Wie kann Kirche es vermeiden, den Kompass aus dem Blick zu verlieren, wenn der Kassenstand knapper wird?

Dabei wurde nicht nur über die reine Finanzierungsstruktur diskutiert, drehte es sich nicht nur um nackte Zahlen: Was bedeutet eigentlich „steuern“ – im Unterschied zu „lenken“ und wo liegen die Antworten manchmal einfach tiefer? Welche Ziele verfolgt die Kirche? Wer definiert sie – und wie lassen sie sich in Zeiten sinkender Ressourcen überhaupt noch erreichen? Das Spannungsfeld zwischen idealistischen Visionen und ökonomischer Realität stand dabei immer wieder im Zentrum.

„Kirche lebt vom Dialog, auch über unbequeme Fragen“, so Bartels. „Mit dem Format WortWechsel wollen wir genau diesen Dialog ermöglichen – in offener Atmosphäre und an einem Ort, den mancher nicht als typisch Kirche empfindet.“

So blieb der Abend nicht nur informativ – sondern machte auch Mut. Mut, unbequeme Fragen zu stellen. Mut, zuzuhören. Und Mut, Kirche als gemeinsames Projekt zu verstehen: finanziert von vielen, getragen von Überzeugung – und gesteuert hoffentlich mit mehr als nur Blick auf den Kontostand.


Auch der nächste Diskussionsabend ist bereits in Planung. Die Veranstalter hoffen, dass das Interesse an klaren Worten und ehrlichen Fragen bestehen bleibt – nicht nur beim Thema Geld.

 

 

 

„Angedacht, das Kirchenmagazin“ 01.03.2026

Die Themen am Sonntag

Zwischen belasteten Namen, Konfirmationsmode und neuen Chancen

Wie lebt es sich mit einem Namen, der Geschichte trägt – und Schuld? Was ziehen Jugendliche zu ihrer Konfirmation an? Warum brechen so viele junge Menschen die Schule ab? Und wer hat eigentlich das Vaterunser formuliert? Die neue Ausgabe von „Angedacht“ verbindet gesellschaftliche Fragen mit ganz persönlichen Perspektiven.

Wenn ein Name zur Bürde wird
Mit berühmten Namen zu leben, kann herausfordernd sein. Besonders dann, wenn sie mit Verbrechen oder historischer Schuld verbunden sind. Wie gehen Menschen damit um, wenn ihr Nachname negative Assoziationen weckt? Henning Lühr hat sich mit der Frage beschäftigt und mit Bettina Göring, der Großnichte von Hermann Göring, darüber gesprochen, was Identität bedeutet, wenn sie ungewollt mit Geschichte verknüpft ist.

Konfi-Klamotten aus zweiter Hand
Die Konfirmation ist für viele Jugendliche ein besonderer Tag. Neben Glaubensbekenntnis und Gottesdienst spielt auch das Outfit eine Rolle. Daniela Klockgether von der evangelischen Jugend in Hannover organisiert Secondhand-Basare für Konfirmationskleidung. Dort gibt es Anzüge, Kleider und Accessoires zu Preisen zwischen drei und 15 Euro. Farblich bleibt vieles klassisch. Schwarz, Blau oder gedeckte Töne dominieren. Der nachhaltige Gedanke steht im Vordergrund: Kleidung weitergeben, statt neu zu kaufen.

Wenn die Schule nicht mehr geht
Deutschland weist eine der höchsten Schulabbrecherquoten in der Europäischen Union auf. In Hannover unterstützt die Diakonie mit dem Projekt „Comeback“ Jugendliche, die den Schulalltag verweigern. Das Team arbeitet individuell mit Schülerinnen und Schülern und mit Eltern. Ziel ist es, Motivation neu zu wecken und schrittweise in den Unterricht zurückzuführen. Ähnliche Hilfsangebote gibt es auch in weiteren Städten Niedersachsens und in Bremen.

Wer schrieb das Vaterunser
Kaum ein Gebet ist so bekannt wie das Vaterunser. Doch wie ist dieser Text entstanden? Markus Grieger ist im Religionslexikon gemeinsam mit Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold dieser Frage nachgegangen. Der beleuchtet die biblischen Ursprünge, ordnet die Überlieferung historisch ein und stellt die vermutlich originale Fassung vor.

Zuhören ohne schnelle Antwort
In den Sonntagsgedanken spricht Kerstin Mühlmann über das Zuhören. Aber nicht jede Situation verlangt eine Antwort oder einen Rat. Manchmal ist Zuhören, da sein und auszuhalten, dass es keine sofortige Lösung gibt, genug findet sie.

Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 1. März 2026, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.

 

 

Demo gegen rechts in Wunstorf

Foto: Simon Pohlreich

Rund 1500 Menschen kamen am Montagabend zur Stadtkirche in Wunstorf. Sie alle folgten dem Aufruf eines breiten Bündnisses von Kirche, Verbänden, Vereinen und Lokalpolitikern, um sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus einzusetzen. Vor der zentralen Kirche in Wunstorf nicht der erste Aufschlag: Genau vor einem Jahr gab es dort eine ähnliche Kundgebung. Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar, wollte man erneut ein Zeichen setzen, hieß es von den Organisatoren.

Stiftskirchenpastor Thomas Gleitz unterstrich in seinem Wortbeitrag, dass Demokratie keine einfachen Lösungen biete, sondern Engagement und Zeit benötige. Er wies darauf hin, dass das Asylrecht eine lange Tradition habe, die bereits in der Bibel verankert sei. Es sei eine christliche Pflicht, traumatisierten Menschen zu helfen und gleichzeitig aufmerksam zu bleiben. Auch die Stadtkirche spiele dabei eine zentrale Rolle: Als Ort der Begegnung und als Plattform für gesellschaftliche Verantwortung sei sie mehr als nur die Bühne für diesen Abend. 

Organisator Dirk Kribbe würdigte die Landwirte, die mit ihren Zugmaschinen die Zufahrtswege sicherten, und dankte der Polizei sowie den Johannitern für ihren Einsatz.

Bürgermeister Carsten Piellusch betonte in seiner Rede die Bedeutung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität. Er ermutigte die Bürgerinnen und Bürger, sich für demokratische Werte stark zu machen und zur Wahl zu gehen. Er erinnerte daran, dass rechtsextreme Ideologien nicht immer offensichtlich auftreten, sondern oft im bürgerlichen Gewand erscheinen.

Der stellvertretende Jugendbürgermeister Phillip Nülle appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen, sich aktiv gegen Rechtsextremismus einzusetzen. Er rief dazu auf, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Besonders eindrucksvoll waren die Redebeiträge von Journalistin Sabine Steuernagel und dem Neustädter Unternehmer Ulrich Temps. Steuernagel sprach aus persönlicher Perspektive über die Bedeutung einer angstfreien Kindheit und rief zu Mitmenschlichkeit auf, insbesondere gegenüber Geflüchteten. Temps betonte die wirtschaftliche Notwendigkeit von Vielfalt in der Arbeitswelt und erinnerte an das Verfassungsgebot „Eigentum verpflichtet“. Seine eigene Familiengeschichte machte deutlich, wie Migration und Flucht viele Menschen betreffen.

Die Demonstration verlief friedlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten mit kreativen Plakaten ihre Haltung und schickten mit ihren Handylichtern ein Zeichen der Hoffnung in den Nachthimmel über der Stadtkirche. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Kirche und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen, um Demokratie und Mitmenschlichkeit zu stärken.

Ansprache von P. Thomas Gleitz zur Demonstration

Fotos: Simon Pohlreich/HAZ-NP

Generalsekretärin des Kirchentages spricht in Corvinus

Generalsekretärin des Kirchentages Kristin Jahn hat in der Corvinuskirche Wunstorf gepredigt

Wunstorf. Beim Regionsgottesdienst zum Kirchentagssonntag 16. Februar, hat die Generalsekretärin des Deutschen Kirchentages Kristin Jahn in der gut gefüllten Corvinuskirche in Wunstorf gepredigt. In ihrer bewegenden Rede sprach sie über das Thema Angst. Dabei nahm sie auch Bezug auf aktuelle Situation in der sich viele Menschen befinden und die bevorstehenden Wahlen am 23. Februar. „Angst kann lähmen, aber sie kann auch ein Impuls sein, sich für das Gute einzusetzen“, sagte sie. Entscheidend sei, nicht in Sorgen zu verharren, sondern gemeinsam nach Wegen zu suchen, die Hoffnung geben.

Superintendent Rainer Müller-Jödicke gestaltete die Liturgie des Gottesdienstes gemeinsam mit Pastorin Franziska Oberheide und den Corvinus-Konfirmanden. Musikalische Untermalung gab es für den besonderen Gottesdienst von Svitlana Zinndorf an der Orgel und den Aktiven des Chores "Voices" unter der Leitung von Anton Moll. 

Die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher erlebten einen Gottesdienst, der Raum für Nachdenklichkeit bot und Mut machte, sich den Herausforderungen der Zeit mit Vertrauen zu stellen. Viele von ihnen blieben auch nach Ende des Gottesdienst, um bei einem gemeinsamen Kaffee über das Gehörte zu sprechen. 

 


 


 


 


 


 


 


 

 

Gemeinsam für Demokratie!

Offenbar macht die für Montag, 17. Februar 18:00 vor der Stadtkirche angekündigte Demonstration für Demokratie schon im Vorfeld den Demokratiefeinden viel Angst. In der Nacht zum 14. Februar wurde ein Transparent, das auf der Aubrücke auf die Veranstaltung hinweisen soll, zerstört, s. Foto. Das Bündnis für Wunstorf, dem VertreterInnen alles demokratischen Parteien, der Kirchen, Vereine und Bürger ohne weitere Anbindung angehören, sieht diesen Vandalismus als Bestätigung dafür, wie wichtig das gemeinsame Auftreten ist."Das war ja zu befürchten, spornt uns aber nur noch mehr an", fasste Hermann Kasten vom Kulturring sein Erschrecken zusammen. Ermutigend ist, dass mittlerweile auch Sportgruppen angekündigt haben, ihre Trainingszeiten so zu verlegen, dass sie am Montag dabei sein können. Pastor Thomas Gleitz hebt hervor: "Ich finde es großartig, dass die beteiligten Parteien zugesagt haben, bei der Demonstration trotz Wahlkampfs keine Parteifahnen zu zeigen. Es geht um das gemeinsame Stärken der Demokratie!"

Konfi-Cup 2025

Die Konfirmandenmannschaft der Stiftskirche Wunstorf hat am diesjährigen Konfirmanden-Cup teilgenommen und den 17. Platz unter 30 Teams erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Mannschaft den 5. Platz unter 17 teilnehmenden Teams belegte, fiel das Ergebnis diesmal etwas bescheidener aus. 
Dennoch steht für Pastor Volker Milkowski der gemeinsame Wettkampf im Vordergrund. "Die Gegner sind zum Teil schon harte Brocken. Die haben uns die Punkte nicht geschenkt", sagt Milkowski.

Für ihn zählt nicht nur das sportliche Abschneiden, sondern vor allem die Erfahrung, als Team zusammenzuwachsen und sich in einem fairen Wettbewerb mit anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden zu messen. „So ein gemeinsames Erlebnis ist doch etwas, das auf jeden Fall von der Konfirmation hängenbleibt“, sagt Milkowski. Der Cup mag vorbei sein, doch die Erinnerungen und das Gemeinschaftsgefühl bleiben.

Die 30 Mannschaften die Gegeneinande antraten, waren us ganz Niederachsen angereist. "Die sind aber auch wirklich eine starke Konkurrenz in diesem Jahr. Nach einem Achtungserfolg in der Vorrunde haben wir deswegen nur noch um die Platzierungen spielen können - aber leider nicht mehr um Sieg", sagt Milkowski

 

 

 

 

„Wir für Neustadt“ - Ein Abend für das Ehrenamt

Danke sagen und für das Ehrenamt werben – beim Abend „Wir für Neustadt“ im Haus der Kirche an Liebfrauen war beides möglich. „Wir haben bereits viele Menschen in Neustadt, die in einem Ehrenamt beschäftigt sind. Denen möchten wir danken und andere dafür begeistern“, sagt Inga Heidemann, Leiterin der Abteilung Soziale Arbeit der Stadtverwaltung.  Gemeinsam mit Janet Breier, zuständig für die Kirchenkreisdiakonie, hat sie den Abend für Ehrenamtliche, Organisatoren und Interessierte ausgerichtet.

„Wir wollen das Ehrenamt in Neustadt stärken, möchten bereits Aktive unterstützen und neue Ehrenamtliche gewinnen“, unterstützt Breier. Häufig sei gerade der direkte Kontakt mit den Institutionen und Vereinen besonders wichtig. „So kann man einfach und persönlich noch einmal die tatsächlichen Angebote der jeweiligen Institutionen abfragen. Nicht jeder weiß, was die einzelnen Vereine und Institutionen ganz genau machen und wie eine mögliche Unterstützung für sie aussehen kann“, sagt Breier.

Begeistert von dem Interesse der Besucherinnen und Besucher waren auch die Anbieter und Organisatoren von Ehrenämtern. „Ich habe hier in nur einer Stunde so viele wertvolle Kontakte gehabt, wie selten zuvor“, sagt Janka Fleshmann, Geschäftsführerin von Herbstzeitlos. „Wir setzen ehrenamtliche Helfer ein, um etwa Pflegepersonen zu entlasten und unterstützen damit Pflegebedürftige möglichst lang in ihrem eigenen Zuhause“, sagt sie. 
Diese „Angebote zur Unterstützung im Alltag“ (AZUA) sind aber nicht auf ältere Menschen beschränkt. „Manchmal müssen sich die richtigen Personen nur finden. 


Das können dann auch schon mal etwa ein pensionierter Pädagoge und ein Kind mit Anpassungsschwierigkeiten sein, dessen Eltern Unterstützung und Entlastung benötigen“, sagt Fleshmann.

Unter den für den ehrenamtlichen Einsatz werbenden Institutionen befanden sich das Freiwilligenzentrum, das Ehrenämter für Vereine vermittelt. Auch das Café Vielfalt und der internationale Treffpunkt Hope, beide unter dem Dach der Diakonie, waren präsent. Die Begegnungsstätte Silbernkamp, der Integrationsbeirat sowie die Sammelunterkünfte für Geflüchtete an der Goethestraße (AWO) und dem Ernst-Abbe-Ring (Fair Facilities) stellten ebenfalls ihre Angebote vor.

Andrang gab es auch am Stand der Polizei. Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann informierte gemeinsam mit ehrenamtlich Tätigen über die Ausbildung von Sicherheitsberatern für Senioren. „Das ist ein Thema, das immer notwendiger wird“, sagt Hoffmann. Die Palette möglicher Straftaten, die speziell ältere Menschen zum Ziel hat, wird breiter. „Da braucht es viel Informationsarbeit und Angebote, um diese, aus verschiedenen Gründen, besonders vulnerable Gruppe zu schützen“, sagt sie. 

Zudem präsentierten verschiedene Stellen der Stadt Neustadt ihre ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder. Sie suchen Unterstützung für die Arbeit mit Jugendlichen, Senioren, Menschen mit Behinderungen und Migranten.

So bot die Veranstaltung für gut zwei Stunden eine Plattform zum Austausch und zeigte auf, wie vielfältig das Ehrenamt in Neustadt ist. „Wir freuen uns darüber, dass viele Besucher die Gelegenheit genutzt haben, sich zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen“, waren sich Breier und Heidemann schlussendlich einig.

Sigwardskirche wird Partner der Landesgartenschau 2026

Die Sigwardskirche in Idensen ist offizieller Natur- und Kulturpartner der Landesgartenschau (LaGa) 2026 in Bad Nenndorf. Der Freundeskreis Sigwardskirche hat eine entsprechende Partnerschaft mit der Betreibergesellschaft geschlossen. Jörg Mecke, Vorsitzender des Freundeskreises, sieht darin eine große Chance: „Wir werden mit vielen helfenden Händen alles tun, um die Bad Nenndorfer bei der Landesgartenschau zu unterstützen und zugleich den Besuch in Idensen zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Wir haben noch gut ein Jahr Zeit, um alle Vorbereitungen zu treffen.“

Historische Kirche mit naturnahem Umfeld

Die Sigwardskirche ist ein bedeutendes romanisches Bauwerk mit einzigartigen historischen Malereien. Ihr weitläufiges, mehr als 3000 Quadratmeter großes Außengelände, das einst als Friedhof diente, wird als naturnaher Lebensraum gepflegt. „Das Areal bietet zahlreichen Tieren wie Störchen, Schleiereulen, Turmfalken und Fledermäusen eine Heimat“, erklärt Mecke. Die biodivers gestaltete Gartenanlage ist insektenfreundlich und fügt sich harmonisch in das Konzept der Landesgartenschau ein.

Bereicherung für die Region

Die Partnerschaft kam durch die Vermittlung des Fördervereins der Landesgartenschau Bad Nenndorf zustande. Dessen Geschäftsführer Benjamin Lotz hebt die Bedeutung des Netzwerks hervor: „Hier zeigt sich, wie wertvoll der Austausch in alle Richtungen ist. Das Engagement des Fördervereins und der Ehrenamtlichen ist eine große Bereicherung für die Landesgartenschau und die gesamte Region.“

Ein Ort der Ruhe und Erholung

Unter dem Motto „Lebensraum Sigwardskirche“ entsteht eine besondere Verbindung zur LaGa 2026. Besuchende der Gartenschau erhalten die Möglichkeit, die historische Kirche und ihre naturnahe Umgebung zu erleben. „Wir freuen uns sehr, das Angebot für unsere Gäste mit der Sigwardskirche zu erweitern“, sagt Lotz. „Es ist ein einzigartiger Ort, an dem Menschen und Natur zur Ruhe kommen und vom Alltag abschalten können.“

Die Landesgartenschau 2026 findet vom 29. April bis zum 18. Oktober in Bad Nenndorf statt.

 

Die Kirche bleibt im Dorf


Ja, ich brauche Kirchengebäude für meinen Glauben. Sie sind heilige Räume, wo ich mit anderen zusammen Glauben erleben und feiern kann. Im sonntäglichen Alltag, aber auch in fröhlichen und gerade in traurigen Momenten finde ich dort Ermutigung und Trost. Da tanken wir zusammen Kraft.

Natürlich habe ich auch schon außerhalb von Kirchengebäuden intensive Gottesdienste erlebt. Am Lagerfeuer haben Jugendliche mit mir berührende Andachten gefeiert. Auf Kirchwiesen, am See oder im Wald haben bunte Gemeinden fröhliche Gottesdienste gestaltet. Und an Betten haben Alte und Kranke zu Hause mit mir bewegend gebetet und gesungen. Das alles ist ziemlich evangelisch. Denn in unserer Kirche haben nicht nur Pastorinnen und Pastoren in ihren Kirchen die Aufgabe, Glauben zu verkündigen. Alle Getauften sind gefordert – und zwar egal wo.

Auch Bauleute haben gepredigt, als sie seit dem Mittelalter rund um Neustadt und Wunstorf Kirchen und Kapellen errichtet haben. Die sind für mich sichtbare Bekenntnisse des Glaubens: Mitten im Ort bezeugen sie den Glauben früherer Genrationen und laden uns zum Glauben ein. 

Darum ist die Aufgabe so groß, sie zu erhalten. Die Feststellung der Landeskirche, dass dies angesichts knapper Finanzen immer schwieriger wird, haben wir lange verdrängt. Das Bielefelder Restaurant, das in einer ehemaligen Kirche ist, und die leeren Flächen in Hannover, wo Kirchen abgerissen wurden, scheinen weit weg. Aber jetzt kann die Landeskirche nicht mehr so viele Baumittel verteilen wie bisher. Darum sollen wir unsere Kirchen und Kapellen in Kategorien von A bis C einteilen – ohne zu wissen, was das wirklich bedeutet. Im Kern geht es um die Bauzuschüsse.

Die ehrenamtlichen und beruflichen Bauexperten unseres Kirchenkreises haben dafür eine Diskussionsgrundlage entworfen. Besser beurteilen können das jedoch die Menschen vor Ort. Darum haben sich zum Beispiel im Neustädter Norden sowie im Wunstorfer Süden übergemeindliche Arbeitsgruppen gebildet, die bis Jahresende ihre vielen Sakralgebäuden einordnen wollen. 

Das ist eine hohe Verantwortung und der Prozess ist noch völlig offen. Gleichzeitig hoffen alle, die sakralen Gebäude erhalten zu können. Darum haben sie aktiv Nutzungskonzepte weiterentwickelt und ihre Kirchen noch mehr zu Orten der Begegnung gemacht: In manchen Kirchen sind längst Gemeinderäume und ein Büro. 

Von oben lassen wir uns hier dabei übrigens wenig sagen. Der Prozess ist noch ganz am Anfang und deshalb auch so spannend und kreativ, wenn alle mitreden müssen. Denn alle haben die Aufgabe und Verantwortung, mitzudenken und müssen zugleich den anderen im Blick haben – genau das ist nebenbei gesagt sehr evangelisch! 


Henning Lühr hat zu diesem Thema in der Sendung "Angedacht, die Kirche bei Meer-Radio" ein Interview mit Dr. Olaf Plümmer vom Ausschuss für Gebaudemanagment, Bau und Umwelt des Kirchenkreises geführt. 

Dr. Olaf Plümmer im Gespräch mit Henning Lühr

Großer Gospelgottesdienst zum Martin-Luther-King-Day

Vor 60 Jahren, im Dezember 1964, erhielt Martin Luther King den Friedensnobelpreis. 

Die Aktualität seiner Gedanken könnten kurz nach dem Amtsantritt von Präsident Trump nicht wichtiger sein: Nicht die Lüge wird triumphieren, sondern die bedingungslose Liebe. Selbst wenn das Recht vorübergehend ausgesetzt scheint.

Am 26. Januar findet um 18:00 in der Stadtkirche der Gospelgottesdienst zum Martin-Luther-King-Day statt. Mit dabei: Der Gospelchor Kum Ba Yah unter der Leitung von Jürgen Homann. Traditionell gestalten die Christlichen Pfadfinder vom Stamm Martin Luther King diesen Gottesdienst mit Pastor Milkowski. Er dauert mit viel Musik, Video und Werkstattphase rund 75 Minuten. Thema ist diesmal die visionäre Rede Kings vor dem Nobelpreiskomitee aus dem Dezember 1964: Trotz aller Krisen und Ängsten werden die bedingungslose Liebe und die Wahrheit am Ende triumphieren.

„Lügen, Rechtsbrüche und Einschüchterungen waren 1964 an der Tagesordnung, um die Bürgerrechtsbewegung zu diskreditieren. Das Amerika von damals scheint sich überhaupt nicht von dem Amerika von heute zu unterscheiden“, begründet Pastor Milkowski die Wahl des Themas. Kings Botschaft aber war, dass Hass den Hass niemals vertreiben kann. Das könne nur die Liebe. Wer derzeit durch Nachrichten und sozialen Netzwerke scrollt, wird von Hassbotschaften und Fake News aber geradezu überrollt. King dagegen glaubte an die Macht der Wahrheit und der unverbrüchlichen Liebe.

Es geht im Gottesdienst um das Verhältnis zur Wahrheit im post-faktischen Zeitalter. 

„Was können wir heute von Martin Luther King lernen, wenn sich bei uns in der jüngeren Generation der Frust breit macht angesichts des Erfolges der Populisten und Lügner bis in die höchsten Staatsämter?“, fragt Florian Heil vom Stammesvorstand der Pfadfinder. Und: Woher nahm King seine Kraft und seine Hoffnung auf eine positive Zukunft? Diesen Fragen werden die Pfadfinder nachgehen. 
„Erschreckend ist, dass so wenige Menschen wach werden und dagegen aufstehen. Wir wissen aus unserer eigenen Geschichte: Das Lügen der Wenigen und das Schweigen der Mehrheit ist die Grundlage für jede Gewaltherrschaft", sagt Pastor Milkowski.

King blickte selbst in unsicheren Zeiten stets mutig in die Zukunft. Geradezu visionär sprach er davon, dass zwar das Recht vorübergehend unterliegen mag, am Ende aber immer über das Böse triumphiert. Selbst das, was Ich-zentrierte Menschen zerstören, würden auf den anderen Menschen ausgerichtete Personen wieder aufbauen. Als wenn Martin Luther King schon 1964 geahnt hätte, was auf die Welt mit der 47. amerikanischen Präsidentschaft unter Donald Trump zukommen könnte.

1 von 19
Viel Licht und sogar ein bisschen Glitzer
Kirchenkreis beschließt Kategorisierung der Kirchen und Kapellen – Klarheit für die kommenden Jahre
Kitas im Kirchenkreis rücken Haltung und Macht ins Bewusstsein
Feierliche Begrüßung für Pastor Bernhard Julius
Ihre Winterbilder aus dem Kirchenkreis
Kirchenkreis setzt Maßstäbe: Kita-Leitungen starten mit KI-gestützter Unterstützung durch
Kinderturnen in der Kirche

Neue Perspektiven für starke Teams: Impulse für die pädagogische Praxis
Besuch aus Brasilien
Reger Austausch bei Diskussionsabend in der Corvinuskirche Wunstorf: Kirche(n)steuer(n) auf dem Prüfstand“
„Angedacht, das Kirchenmagazin“ 01.03.2026
Demo gegen rechts in Wunstorf
Generalsekretärin des Kirchentages spricht in Corvinus
Gemeinsam für Demokratie!
Konfi-Cup 2025
„Wir für Neustadt“ - Ein Abend für das Ehrenamt
Sigwardskirche wird Partner der Landesgartenschau 2026
Die Kirche bleibt im Dorf
Großer Gospelgottesdienst zum Martin-Luther-King-Day

Neuester Inhalt

„Angedacht, das Kirchenmagazin“ 01.03.2026
Feierliche Begrüßung für Pastor Bernhard Julius
Abschied mit klaren Worten und viel Nähe
Ihre Winterbilder aus dem Kirchenkreis
Kirchenkreis beschließt Kategorisierung der Kirchen und Kapellen – Klarheit für die kommenden Jahre
Kitas im Kirchenkreis rücken Haltung und Macht ins Bewusstsein
Kirchenkreis setzt Maßstäbe: Kita-Leitungen starten mit KI-gestützter Unterstützung durch
Neue Perspektiven für starke Teams: Impulse für die pädagogische Praxis
Sigwardskirche wird Partner der Landesgartenschau 2026
Angetrieben durch Drupal

Footer menu

  • Impressum

Copyright © 2026 Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf - All rights reserved

Developed & Designed by Alaa Haddad