
Leichtes Gepäck und neue Perspektiven
Reisen nur mit Handgepäck, Sport im Rollstuhl und eine fast 900 Jahre alte Kirche im Rampenlicht gibt es am Wochenende bei Angedacht. Marcus Grieger und Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold klären, warum in Kirchen so viel gesungen wird, und Benjamin Elsner widmet sich der Frage, wie Menschen Ruhe finden. In der neuen Ausgabe von „Angedacht“ geht es um Bewegung – unterwegs, im Alltag und im Inneren.
Reisen mit leichtem Gepäck
Billigflugangebote klingen verlockend. Doch oft gilt: nur Handgepäck. Für viele ist das ein Thema. Lennard Kleine Niesse kennt sich damit aus und war schon mehrfach mit kleinem Gepäck auf Weltreise. Sein Tipp: gut planen und nur mitnehmen, was wirklich nötig ist. Kreative Lösungen helfen dabei. Kleidung lässt sich etwa in Vakuumbeuteln stark verkleinern oder im Reisekissen verstauen. Und wer mehrere Shirts übereinander anzieht, spart Platz im Rucksack.
Handball im Rollstuhl
Handball ist auch im Rollstuhl möglich. Dr. Meike Lüder-Zinke von der Rollstuhl-Sportgemeinschaft Hannover hat die Entwicklung der Sportart in Deutschland mit vorangetrieben. Seit 2024 gibt es sogar eine Rollstuhl-Handball-Bundesliga. Die Regeln ähneln dem klassischen Spiel, nur das Tor ist mit 1,70 Metern etwas niedriger. Besonders interessant ist die Sportart für Menschen, die wegen Knie- oder Hüftproblemen nicht mehr im Stehen spielen können. Teams gibt es unter anderem in Hannover und in Eicklingen bei Celle. Dort gibt es am Sonnabend, 18. April, auch einen Bundesliga-Spieltag.
Eine Kirche als Teil der Gartenschau
Die Sigwardskirche in Idensen gehört zu den ältesten Kirchen der Region. Der Vorsitzende des Freundeskreises, Jörg Mecke, erinnert daran, dass sie fast neun Jahrhunderte Geschichte erzählt. In diesem Jahr ist die Kirche Teil der Landesgartenschau in Bad Nenndorf. Neben Blumen und Gartenanlagen spielt dort auch Kultur eine Rolle. Rund um die Sigwardskirche sind deshalb besondere Veranstaltungen geplant – vom Konzert bis zu ungewöhnlichen Picknick-Formaten im historischen Park.
Warum in Kirchen gesungen wird
Singen gehört zum Gottesdienst wie das Amen am Ende. Doch warum eigentlich? Dieser Frage gehen Markus Grieger und Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold im Religionslexikon nach. Er zeigt, dass gemeinsames Singen schon früh Teil christlicher Tradition war. Lieder transportieren Glaubensinhalte, schaffen Gemeinschaft und geben vielen Menschen einen Zugang zum Glauben – selbst dann, wenn die Stimme vielleicht nicht ganz sicher ist.
Sonntagsgedanken: Zur Ruhe kommen
Wie Menschen Stille erleben und genießen können, darüber denkt Benjamin Elsner in den Sonntagsgedanken nach. Ruhe stellt sich oft nicht sofort ein. Manchmal braucht es Zeit, bis Gedanken langsamer werden und der Alltag Abstand bekommt. Gerade dann kann Stille zu einem Moment der Orientierung werden.
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 22. März, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.