Zwischen Friedhof, Familie und Vorurteilen
Pflanzen aus dem Friedhofscontainer retten – erlaubt oder Diebstahl. Wie lebt eine Familie mit einem Kind, das mit Trisomie 21 geboren wurde? Und was steckt hinter dem Begriff Colorism? Die neue Ausgabe von „Angedacht“ verbindet rechtliche Fragen des Alltags mit persönlichen Lebensgeschichten und gesellschaftlichen Debatten.
Pflanzen retten oder Diebstahl
Auf vielen Friedhöfen beginnt im Frühjahr die neue Pflanzsaison. Alte Heidepflanzen oder zu groß gewordene Büsche werden entfernt und landen im Grünabfallcontainer. Manche Besucherinnen und Besucher holen sich dort noch brauchbare Pflanzen für den eigenen Garten. Doch erlaubt ist das nicht automatisch. Verena Brinkmann, Richterin und Pressesprecherin im Niedersächsischen Justizministerium, erklärt: Auch Pflanzen im Container gehören weiterhin dem Friedhofsträger. Wer sie ohne Zustimmung mitnimmt, begeht rechtlich gesehen Diebstahl. Sinnvoller ist es deshalb, vorher die Friedhofsverwaltung zu fragen.
Luna und das Leben mit Trisomie 21
Am Sonnabend, 21. März, ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Aus diesem Anlass besucht „Angedacht“ eine Familie aus Hannover. Sarah Friedrich und Tim Bünte erzählen von der Geburt ihrer Tochter Luna, die mit Trisomie 21 zur Welt kam. Während der Schwangerschaft erhielten die Eltern zunächst die Diagnose, ihr Kind sei nicht lebensfähig. Erst eine zweite Untersuchung im Henriettenstift in Hannover brachte Klarheit. Luna würde leben – mit Down-Syndrom. Heute ist sie fünf Monate alt und hat eine notwendige Herzoperation gut überstanden.
Wenn die Hautfarbe innerhalb einer Gruppe trennt
Rassismus wird meist als Konflikt zwischen verschiedenen Gruppen verstanden. Doch Diskriminierung kann auch innerhalb einer Community entstehen. Der Begriff dafür lautet Colorism. Gemeint ist die Bevorzugung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund unterschiedlicher Hauttöne innerhalb derselben ethnischen Gruppe. Lloyd Ngamen geht der Frage nach, wie dieses Phänomen entsteht und welche Rolle westlich geprägte Schönheitsideale dabei spielen.
Religionslexikon
Warum tragen Juden eine Kippa und was hat das mit Respekt zu tun? Markus Grieger geht im Religionslexikon gemeinsam mit Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold dieser Frage nach. Die Antwort ist gar nicht so einfach und wird in Teilen auch innerhalb der Glaubensgemeinschaft diskutiert.
Sonntagsgedanken
Warum tragen Juden eine Kippa und was hat das mit Respekt zu tun? Markus Grieger geht im Religionslexikon gemeinsam mit Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold dieser Frage nach. Die Antwort ist gar nicht so einfach und wird in Teilen auch innerhalb der Glaubensgemeinschaft diskutiert.
Sonntagsgedanken
Kerstin Mühlmann spricht über den Frieden. Warum ihr dabei ein Spruch von Mutter Theresa hilft, erklärt sie in den Sonntagsgedanken. Die lenken den Blick vom Großen auf das Kleine und den Einzelnen.
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 15. März, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht (https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht).