Jahresrückblick - 11.11.17

Das Jahr neigt sich dem Ende. Man will es nicht wahrhaben, aber in drei Wochen ist bereits der 1. Advent. Zeit nicht nur für Spendensammler, Weihnachtsfeiern und Konsumrausch, sondern auch für Jahresrückblicke im Fernsehen, Radio oder auch in der Zeitung. Bereits morgen in zwei Wochen geht das Kirchenjahr zu Ende. Der Ewigkeitssonntag beschließt einen Jahreskreis und dann beginnt ein neues Jahr – im Sinne des Glaubens.

Einen Kirchen-Jahresrückblick sieht man hingegen nicht. Dabei wäre es doch interessant: Was ist mir in diesem Kirchenjahr in meiner Gemeinde passiert? Was hat sich verändert? Wo haben Ehren- und Hauptamtliche mich zum Staunen versetzt? Nein, es sind nicht die ganz großen Dinge, wie die Jahresrückblicke im Fernsehen. Aber es sind häufig viele kleine. Egal, wie groß die Gemeinde ist: Die Möglichkeit der Teilhabe und der Begegnung, des gemeinsamen Glaubens und des Glauben Feierns ist überall gegeben.

Bei uns in Idensen sind wir so eine kleine Gemeinde mit weniger als 800 Gemeindegliedern. Und bei uns ist viel passiert – Großes und Kleines hat sich bewegt. Und es geht schon eine besondere Energie von der Gemeinschaft aus, selbst wenn man „nur“ gemeinsam die Außenanlagen im Rahmen des Herbstputzes pflegt. Die stupideste Arbeit wird schön, wenn man sie in einer angenehmen Gemeinschaft vollzieht. Kirche ist da ein besonderer „Verein“: Es kann jeder mitmachen, egal, ob man Einschränkungen hat oder nicht die beste Kondition. Denn nachher waren wir alle an einer Tafel vereint: Glücklich über die Arbeitsergebnisse und glücklich über die Gemeinschaft.

Wir haben unzählige weitere Beispiele, wenn ich so das Kirchenjahr zurückblicke. Die Kirche bleibt in Bewegung – allein schon durch die Vielfältigkeit der Menschen, die mitmachen. Um es mit Paulus auszudrücken: Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. (1.Kor 12,12)

Prädikant Jörg Mecke, Idensen