Angedacht am 30. August
Themenüberblick
Was passiert, wenn die Rente nicht mehr zum Leben reicht? Wie lässt sich Fußball erleben, wenn man das Spielfeld nicht sehen kann? Warum will ein junger Mann heute Pastor werden? Und weshalb gehört Weihrauch für viele so selbstverständlich zur Kirche? Darum geht es diesmal bei „Angedacht“.
Wenn die Rente nicht zum Leben reicht
Die Wohnung bleibt kalt, der Kühlschrank leer – und trotzdem wird die Kreditrate bezahlt. Sabine Taufmann von der Schuldnerberatung der Diakonie Ronnenberg erlebt das gerade bei älteren Menschen. Viele Kredite stammen noch aus der Zeit, als ein regelmäßiges Arbeitseinkommen vorhanden war. Mit dem Eintritt in die Rente wird es dann finanziell eng. Die Diakonie bietet deshalb eine spezielle Schuldnerberatung für Seniorinnen und Senioren an und kommt bei Bedarf auch nach Hause.
Fußball hören statt sehen
Der Ball rollt wieder in der Bundesliga. Damit auch sehbehinderte Fans wissen, was auf dem Platz passiert, gibt es Sehbehindertenreporter. Hannes Lampe macht diesen Job seit 14 Jahren, unter anderem bei Hannover 96. Er beschreibt ehrenamtlich Spielzüge, Bewegungen und Situationen, die andere Zuschauer sehen können. Reporter Matthias Pabst hat ihn bei seiner Arbeit begleitet. Inzwischen gibt es solche Angebote auch beim Tennis, Handball oder bei Karnevalsumzügen.
Warum wird man heute Pastor?
Jonas Hauschildt ist seit Oktober Vikar in der Corvinus-Gemeinde in Wunstorf und will Pastor werden. Nach dem Theologiestudium lernt er im Vikariat die praktische Seite des Berufs kennen, ergänzt durch die Ausbildung im Predigerseminar. In Wunstorf gehört dazu auch die Kneipenkirche. Für Hauschildt ist sie ein Ort, an dem Kirche Menschen außerhalb ihrer gewohnten Räume erreicht. Und als Angehöriger einer neuen Generation von Theologen stellt er auch die Frage, wie sich Kirche verändern muss.
Warum eigentlich Weihrauch?
In Kirchen riecht es oft besonders – in katholischen Kirchen nicht selten nach Weihrauch. Doch warum gehört Weihrauch dort selbstverständlich zum Gottesdienst und in evangelischen Kirchen meistens nicht? Im Religionslexikon beantwortet Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold aus Hannover diese Frage.
Gibt es einen Plan fürs Leben?
Das Leben läuft selten geradeaus. Entscheidungen, Zufälle und überraschende Wendungen gehören dazu. Aber steckt dahinter vielleicht trotzdem so etwas wie ein großer Lebensplan? Kerstin Mühlmann beschäftigt sich in den Sonntagsgedanken mit dieser Frage – und mit dem Gedanken, dass es vielleicht ganz gut ist, diesen Plan nicht zu kennen.
■ Das gibt’s am Sonntag, 30. August, um 10 Uhr bei „Angedacht“ auf Meer Radio. „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.