Ostern- und dann? - 11.4.2026
Die Ostertage sind vorbei und damit auch die freien Tage eines verlängerten Wochenendes oder eines Kurzurlaubes. Dann geht jetzt nach Ostern der Alltag für Sie wie gewohnt weiter!?
Und was ist mit der Botschaft von Ostern, dass Jesus mit seiner Auferstehung den Tod überwunden hat- hat das irgendeine Auswirkung auf unser Leben? Und überhaupt: Hat die Auferstehung tatsächlich stattgefunden oder ist das nur eine erfundene Geschichte?
Diese Fragen stellten sich Christen schon vor 2000 Jahren in Korinth, ca. 30 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung. Der Apostel Paulus beantwortet Fragen nach der Wahrheit der Auferstehung. Er führt zu Beginn des 15. Kapitels im 1. Korintherbrief folgende Beweise an:
„Jesus hat sich zuerst Petrus gezeigt und später allen aus dem engsten Kreis der Jünger. Dann haben ihn mehr als fünfhundert Brüder zur gleichen Zeit gesehen, von denen die meisten heute noch leben; einige sind inzwischen gestorben“
Man konnte also zur Zeit der Abfassung des Briefes Menschen fragen, die Jesus nach der Auferstehung gesehen haben. Ein weiteres Argument, dass die Auferstehung stattgefunden hat: In allen vier Evangelien werden Frauen als erste Zeuginnen am Grab genannt. Im damaligen Rechtssystem war das Zeugnis von Frauen nicht anerkannt, ihre Aussage galt vor Gericht nicht.
Wenn nun die Schreiber der 4 Evangelien eine falsche Darstellung der Ereignisse hätten machen wollen, dann hätten sie nur die Jünger erwähnt, die als Zweite am Grab eintrafen.
Paulus stellt im gleichen Kapitel, Verse 13 und 14, fest: „Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann kann ja auch Christus nicht auferstanden sein. Wäre aber Christus nicht auferstanden, so hätte unsere ganze Predigt keinen Sinn, und euer Glaube hätte keine Grundlage.“
Die Auferstehung Jesu ist der Schlüssel, dass der Inhalt der Bibel wahr ist. Ohne die Auferstehung wären das alles nur Geschichten. Weil Jesus für uns an Karfreitag gestorben ist, können wir auch Vergebung unserer Schuld bekommen. Jesus kam, um uns von Schuld und Abhängigkeiten zu befreien, von Dingen, die wir hassen und die uns doch im Griff haben. Er kam, um uns von Angst zu befreien, von der Angst vor dem Tod und allen damit verbundenen Ängsten. Jesus hat den Tod besiegt.
Der dänische Philosoph und Theologe Sören Kierkegaard schreibt über seinen Glauben an Jesus Christus: „Wenn man davorsteht, hält man es für unglaublich, wenn man drin ist, dann staunt man, warum man es nicht eher gewagt hat“.
Wilfried Dreyer
Sie schlägt die Augen auf. Wie schön ist es, von einem warmen Sonnenstrahl im Gesicht geweckt zu werden. Kräftig streckt sie ihre Arme und Beine in alle Richtungen. Die Ruhe der Nacht hat gut getan und sie für eine kurze Zeit ihre Sorgen vergessen lassen. Endlich konnte sie mal wieder eine ganze Nacht durchschlafen. Sie schlägt die Bettdecke zurück, setzt sich auf und seufzt. Auf einmal werden ihre Glieder schwer wie Blei. Ach, lohnt es sich überhaupt aufzustehen? Seit fast einem Jahr ist sie auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Aber immer ist es das Gleiche. Auf ihre Bewerbung bekommt sie nur Absagen. Langsam verlässt sie der Mut. „Wird es mir überhaupt noch gelingen, wieder in die Arbeitswelt zu finden?“. Auf dem Weg ins Bad sieht sie noch einmal den Sonnenstrahl, der auf ihrer Bettdecke liegt. Sie lächelt. Wie fröhlich die kleinen Staubkörner in dem Licht tanzen. Im Badezimmer ist es kalt. Sie stellt die Heizung an. Zum Glück wird das Wasser in der Dusche schnell warm. Mit geschlossen Augen hält sie ihr Gesicht in den Wasserstrahl. „Es geht immer weiter“ hat ihre Oma immer zu ihr gesagt, wenn sie glaubte, die langen Schulwochen und die vielen Klassenarbeiten nicht zu schaffen. „Es geht immer weiter,“ spricht sie nun leise in den Wasserstahl hinein. Ihre Oma war eine Frau mit einem festen Glauben. Es faszinierte sie immer, wenn sie hörte, wie schwer ihre Oma es in ihrem Leben gehabt hat und wie stark sie der Glaube an Gott gemacht hat. Sie stellt das Wasser ab, greift nach ihrem Bademantel wickelt sich fest in den Frottierstoff ein. Auf dem Weg in die Küche zieht sie die Zeitung aus dem Postschlitz an der Tür. Als sie die Beilage der Zeitung herausnimmt, fällt eine Postkarte heraus. „Gott nahe zu sein ist mein Glück,“ liest sie halblaut. Sie lächelt und denkt wieder an ihre Oma. „Ja, Gott nahe zu sein ist mein Glück und es geht immer weiter.“ Gott sei Dank!