
Angedacht – das Kirchenmagazin | Themenüberblick für Sonntag, 26. April 2026
Themenüberblick
Wie viel Schutz bekommen Menschen, wenn sie angegriffen werden? Was hilft Frauen, wenn in der Schwangerschaft wichtige Unterstützung fehlt? Und was bleibt möglich, wenn ein krankes Kind eigentlich gar keinen Sport mehr machen kann? Die neue Ausgabe von „Angedacht“ blickt auf Menschen, die Lücken nicht einfach hinnehmen, sondern etwas dagegen setzen.
Queerfeindlichkeit sichtbar machen
Die Zahl queerfeindlicher Übergriffe steigt, gleichzeitig bleibt vieles unsichtbar. In Niedersachsen gibt es deshalb seit Kurzem die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit, kurz MIQ. Projektmitarbeitende Mika Onning erklärt, warum die Plattform mehr sein will als nur eine Meldestelle. Es geht um Dokumentation, Unterstützung und die Frage, was Betroffene nach einem Übergriff selbst brauchen.
Wenn die Hebamme nicht erreichbar ist
Viele schwangere Frauen finden heute keine Hebamme mehr. In Hamburg soll deshalb ein Hebammenmobil helfen, Versorgungslücken zu schließen. Manuela Petermann vom Arbeiter-Samariter-Bund erklärt, wie das Angebot funktioniert und warum es bewusst nicht nur punktuell unterwegs ist. Noch werden weitere freiwillige Hebammen und Helferinnen und Helfer gesucht. Vorbild ist ein ähnliches Modell in Nordrhein-Westfalen, das bereits gut angenommen wird.
Sport trotz schwerer Krankheit
Für schwer und palliativ erkrankte Kinder ist Bewegung oft kaum noch möglich. Der Sozialsportverein Herzschläger aus Hannover will das ändern. Vorsitzender Torge Wittke hat mit dem sogenannten Superhelden-Mobil ein rollendes Fitnessstudio entwickelt, das direkt zu den betroffenen Familien kommt. Die Idee dahinter geht auf ein persönliches Versprechen aus seiner Arbeit in einer Klinik zurück. Heute bringt ein ausgebauter Lkw Bewegung, Spiel und ein Stück Alltag zu Kindern und Jugendlichen, die vieles andere längst verloren haben.
Ein Song über Licht und Loslassen
Im Sonntagshit wirft Moderator Henning Lühr ein Blick auf „Dive“ von Lost Frequencies und Tom Gregory. Der Song verbindet Musik mit einer klaren Botschaft: Liebe kann tragen, heilen und den Blick wieder nach vorn lenken. Der Text kreist um das Loslassen negativer Gedanken und um das Eintauchen in einen Moment, der leicht wirkt und zugleich Kraft gibt.
Was bringt der frühe Morgen wirklich
„Wer früher aufsteht, hat mehr vom Leben“ – dieser Satz hat viele geprägt. Aber stimmt er auch? In den Sonntagsgedanken geht Benjamin Elsner der Frage nach, was hinter solchen Lebensweisheiten steckt. Es geht um Leistung, um Erwartungen und um den Versuch, dem eigenen Rhythmus gerecht zu werden. Vielleicht ist der Wert eines Tages aber am Ende nicht davon abhängig, wie früh er beginnt.
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 26. April, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radioauf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.