Angedacht am 23. August
Themenüberblick
Was wächst, wenn Nachbarn gemeinsam Gemüse anbauen? Warum gehen Menschen freiwillig dorthin, wo andere gerade Schreckliches erlebt haben? Was können Pferde Kindern geben, was im Klassenzimmer kaum möglich ist? Und was hat es eigentlich mit gutem und schlechtem Karma auf sich? „Angedacht“ erzählt von Gemeinschaft, Hilfe und kleinen Schritten, die etwas verändern.
Mehr als ein Beet
Mitten in der Stadt Gemüse anbauen und dabei Nachbarn kennenlernen. Urban Gardening schafft Grünflächen, aber auch Orte der Begegnung. „Berthas Beete“ in Hannover ist ein solches Projekt. Katrin Limberg vom Verein Ökostadt e.V. erklärt, warum diese sogenannten „dritten Orte“ für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig sind. Gärtnerin Julia erlebt dort, wie unterschiedlichste Menschen beim Pflanzen und Pflegen zusammenkommen.
Da sein, wenn etwas Schreckliches passiert
Notfallseelsorger kommen, wenn Menschen plötzlich mit Tod, Unglück oder anderen Extremsituationen konfrontiert sind. Pastor Tim Kröger leitet die Notfallseelsorge in der Region Hannover. Er erzählt, warum Menschen diese Aufgabe freiwillig übernehmen und welche Ausbildung dafür nötig ist. Auch erfahrene Seelsorger nehmen manche Einsätze lange mit. Oft können sie nicht mehr tun als zuhören und aushalten – und genau das kann in solchen Momenten entscheidend sein.
Wenn Pferde zu Lehrern werden
Mathe, Deutsch und Therapeutisches Reiten gehören an der Förderschule Forst Mecklenheide zum Schulalltag. Reittherapeutin Hannah Sichtermann arbeitet dort mit Norweger-Pferd Jua und Shetlandpony June. Zu den Schülern gehört der 15-jährige Alexander, der nicht sprechen kann und kognitiv eingeschränkt ist. Sein Betreuer Timo Malecha begleitet ihn seit sechs Jahren. Die Arbeit mit den Pferden kann Beweglichkeit und Selbstvertrauen fördern – oder einfach einen glücklichen Moment schaffen.
Was bedeutet eigentlich Karma?
„Schlechtes Karma“ ist längst Teil unserer Alltagssprache. Doch woher stammt der Begriff und was bedeutet er tatsächlich? Karma kennt gute und schlechte Folgen und spielt in mehreren Religionen eine wichtige Rolle. Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold aus Hannover erklärt im Religionslexikon die Hintergründe.
Mit der Geschwindigkeit einer Weinbergschnecke
In der Ruhe liegt die Kraft. Das klingt gut – bis Veränderungen deutlich länger dauern als gedacht. Kerstin Mühlmann beschäftigt sich in den Sonntagsgedanken mit Geduld, kirchlicher Verwaltung und einer Weinbergschnecke. Und mit der Frage, ob langsam manchmal trotzdem vorwärts bedeutet.
■ Das gibt’s am Sonntag, 23. August, um 10 Uhr bei „Angedacht“ auf Meer Radio. „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet.
Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.