
Gottesdienst, Vortrag und Besuche in Ahlem und bei Chabad Lubawitsch
Neustadt. Mit Gottesdienst, Vortrag und Begegnungen mit jüdischem Leben setzt die Johannesgemeinde Neustadt im September und Oktober ihre Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus fort. Die Gemeinde beteiligt sich damit erneut am landeskirchlichen Projekt „In Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft – Gemeinsam gegen Antisemitismus“.
„Das Thema Antisemitismus ist aktuell wie lange nicht“, sagt Johannesgemeinde Pastorin Sarah Pantke. Es sei beschämend und eine Gefahr nicht nur für die jüdische Gemeinschaft. Christinnen und Christen trügen aufgrund der Nähe des Christentums zum Judentum, aber auch angesichts der Geschichte des kirchlichen Antijudaismus eine besondere Verantwortung, jeder Form von Antisemitismus entgegenzutreten.
Zum Auftakt feiert die Gemeinde am Sonntag, 20. September, um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Johanneskirche. Im Mittelpunkt steht die Verbundenheit von Judentum und Christentum. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst dabei von den "nameless voices".
Am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr ist Prof. Dr. Ursula Rudnick, Beauftragte der Landeskirche für Kirche und Judentum, in der Johannesgemeinde zu Gast. Unter dem Titel „Kirche und Judentum – Von der Lehre der Verachtung zur Theologie des Respekts“ zeichnet sie den Wandel im Verhältnis von Kirche und Judentum nach. Musikalisch begleitet wird der Abend vom Stellena Duo.
Zwei weitere Veranstaltungen führen die Teilnehmenden nach Hannover. Am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr besucht die Gemeinde die Gedenkstätte Ahlem. Auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule wird bei einer zweistündigen Führung die Geschichte des Ortes von jüdischem Leben und Bildung bis zur Verfolgung während der NS-Zeit thematisiert. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung im Gemeindebüro ist bis Mittwoch, 23. September an (kg.johannes.neustadt@evlka oder Tel.: 05032 3968) notwendig. Informationen zu einer gemeinsamen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nach der Anmeldung.
Am Dienstag, 6. Oktober, um 16 Uhr folgt ein Besuch im Haus Benjamin der Chabad-Lubawitsch-Gemeinde Hannover. Bei einer Führung durch das Gemeindezentrum erhalten die Teilnehmenden Einblicke in jüdisches Gemeindeleben und die Arbeit von Chabad Lubawitsch. Auch für diesen Besuch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldeschluss beim Gemeindebüro ist Mittwoch, 30. September.