Rund 180 Mitarbeitende der Kindertagesstätten im Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf haben sich am 1. September in Neustadt mit Gesundheit, Inklusion und den Herausforderungen ihres Arbeitsalltags beschäftigt. Beim Fachtag in der Johannesgemeinde und der Johanneskita ging es dabei nicht nur um neue Impulse, sondern auch um Austausch untereinander.
Neustadt. Achtsamkeit, Autismus, Rassismus, schwierige Elterngespräche oder der Umgang mit rechtsextremen Positionen: Der Kita-Alltag verlangt Mitarbeitenden heute weit mehr ab als pädagogisches Fachwissen. Genau diese Bandbreite griff der Fachtag der Kindertagesstätten des Ev.-luth. Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf auf.
„Wir freuen uns über die gute Beteiligung, gute Referenten und einen Tag, an dem der Austausch auch untereinander ein wichtiges Thema war“, sagte Ann-Katrin Fischer, Fachberatung Kindertagesstätten des Ev.-luth. Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf.
Rund 180 Mitarbeitende kamen am 2. September in der Johannesgemeinde und der Johanneskita in Neustadt zusammen. Eingeladen waren ausdrücklich alle Berufsgruppen in den Einrichtungen – pädagogische Fachkräfte ebenso wie Mitarbeitende aus Küche und Reinigung.
Viele Themen des Tages waren unmittelbar aus dem Arbeitsalltag entstanden. Wünsche und Rückmeldungen aus der psychischen Gefährdungsbeurteilung der Mitarbeitenden flossen in die Planung ein.
Den Auftakt gestaltete die Psychologin Anja Ilnicki in Kooperation mit der Pronova BKK. Sie sprach über Achtsamkeit und Selbstmitgefühl und verband ihren Vortrag mit kleinen Meditationen und Übungen. Damit wurde aus dem Thema kein abstrakter Vortrag, sondern etwas, das sich direkt ausprobieren ließ.
Anschließend ging es in Workshops weiter. Die Themen reichten von Entspannungstechniken für Fachkräfte und Kinder über Autismus und Adultismus bis hin zu vorurteilsbewusster Erziehung. Weitere Angebote beschäftigten sich mit der Frage, wie mit Kindern über Rassismus gesprochen werden kann und welche Argumentationsstrategien im Umgang mit Rechtsextremismus helfen.
Auch leichtere Zugänge hatten ihren Platz: Thomas Rupf nahm unterschiedliche Elterntypen humoristisch unter die Lupe. Bei einem „Walk and Talk“ konnten Teilnehmende Gedanken aus dem Auftaktvortrag vertiefen. Diakonin Anika Schneider lud unter dem Titel „Wunderbar geheilt?!“ zu einem Blick auf ausgewählte Bibelstellen ein.
Zum Fachtag gehörte auch die Ehrung langjähriger Mitarbeitender. Einen besonderen Applaus erhielt Elke Schwalbe aus der Johanneskita: Sie wurde für 40 Jahre Tätigkeit geehrt.
Ein großer Teil der Referentinnen und Referenten wurde durch die Region Hannover gefördert. Für das gemeinsame Mittagessen sorgte die Fleischerei Ludowig aus Wunstorf. Zahlreiche Helferinnen und Helfer trugen dazu bei, dass der Fachtag für rund 180 Teilnehmende möglich wurde.