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Himmelfahrt zwischen Himmel, Halbwissen und Segelflugplatz
Was steckt eigentlich hinter Christi Himmelfahrt? Warum ist aus dem kirchlichen Feiertag vielerorts auch der Vatertag geworden? Und was hat ein Segelflugplatz im Großen Moor mit Vertrauen, Teamgeist und Aufbruch zu tun? „Angedacht“ widmet sich am Donnerstag, 14. Mai, dem Feiertag zwischen christlicher Tradition, Alltag und augenzwinkerndem Halbwissen.
Feiertage mit zweitem Leben
Viele Feiertage haben kirchliche Wurzeln. Im Alltag werden sie aber oft anders genutzt: Weihnachten ist Geschenkezeit, Ostern ebenfalls, der Reformationstag konkurriert längst mit Halloween. Auch Christi Himmelfahrt ist vielen eher als freier Tag oder Vatertag vertraut. Reporter David Himmelreich schaut unterhaltsam mal, wie man sich auf Himmelfahrt vorbereitet.
Was Himmelfahrt eigentlich bedeutet
Christi Himmelfahrt gehört zu den Feiertagen, bei denen viel Halbwissen im Umlauf ist. Gemeint ist nicht, dass Jesus „gefahren“ ist, sondern dass er sich laut biblischer Überlieferung zu Gott aufmacht. Vierzig Tage nach Ostern markiert Himmelfahrt den Abschluss seines irdischen Wirkens. David Himmelreich erklärt, warum dieser Tag im christlichen Glauben nicht als Weggehen, sondern eher als Rückkehr verstanden wird.
Abheben im Großen Moor
Der Luftsportverein Burgdorf nimmt den Begriff Himmelfahrt auf eigene Weise ernst. Auf dem Segelfluggelände „Großes Moor“ in Ehlershausen lädt der Verein am Feiertag zum Tag der offenen Tür ein. Tim Bauer, Pressereferent des Vereins, berichtet, wie Gäste unkompliziert mitfliegen können und warum ein Segelflug nur mit guter Abstimmung am Boden möglich ist. Für Bauer liegen darin auch Parallelen zur Kirche: Ohne Vertrauen hebt niemand ab.
Warum Vatertag an Himmelfahrt liegt
Christi Himmelfahrt ist in Deutschland auch als Vatertag bekannt. Warum diese Verbindung entstanden ist, erklärt der hannoversche Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold. Dabei geht es um Traditionen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, warum sich religiöse Feiertage im Alltag manchmal ganz anders weiterentwickeln, als es ihr Ursprung nahelegt.
Feiern gehört dazu
Feiertag heißt auch: feiern. In den Sonntagsgedanken greift Anja Kieser genau diesen Gedanken auf. Sie fragt, wie Menschen solche Tage nutzen und warum ein Feiertag nicht nur durch seine theologische Bedeutung zählt. Auch freie Zeit, Gemeinschaft und ein bewusst gesetzter Stopp im Alltag gehören dazu.
Zu hören ist die nächste Sendung Donnerstag, 14. Mai, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.