
Themenüberblick
Was passiert, wenn Bewegung im Alter wieder möglich wird. Wie Pflege im Netz ein anderes Gesicht bekommt. Und wer Eltern auffängt, wenn ein Kind stirbt. Die neue Ausgabe von „Angedacht“ erzählt von Menschen, die Nähe, Aufklärung und Hilfe dorthin bringen, wo sie gebraucht werden. Es geht um Ehrenamt, um Verlust, um Glaubensfragen und um einen Blick auf das, was im Alltag immer noch als ungewöhnlich gilt.
Radeln gegen Einsamkeit
Nicht alle älteren Menschen können noch selbst aufs Fahrrad steigen. Genau dafür gibt es das Projekt „Radeln ohne Alter“. Der Diakonieverband Hannover-Land will damit Generationen verbinden und Seniorinnen und Senioren mit der Rikscha wieder hinaus ins Leben bringen. Janet Breier, Ehrenamtskoordinatorin im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf, erklärt, wie das Angebot funktioniert und warum dafür dringend ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten gebraucht werden. Denn Rikscha fahren ist mehr als Lenken: Es geht um Begegnung, Zeit und gemeinsame Wege.
Pflege zeigt sich ungeschönt
Pflege ist anstrengend, nah und oft voller Vorurteile von außen. John Victor Lopes vom Marienkrankenhaus in Hamburg zeigt auf Social Media, wie der Berufsalltag wirklich aussieht. Mit seinen Videos erreicht er zehntausende Menschen und versucht, ein realistisches Bild von Pflege zu vermitteln. Es geht um Ecken und Kanten, aber auch um Sinn und Verantwortung. So wird Aufklärung dort sichtbar, wo junge Menschen heute hinschauen.
Hilfe für Eltern nach dem Verlust
Wenn ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt stirbt, bricht für Eltern eine Welt zusammen. Der Verein Sterneneltern Achim begleitet Betroffene in genau dieser Situation. Vorsitzende Stefanie Gebers hat selbst ein Kind verloren und weiß, wie unterschiedlich Trauer beginnt und wie lange sie bleibt. Das Angebot des Vereins reicht weit über eine Selbsthilfegruppe hinaus und wird von ehrenamtlich Engagierten getragen. Auf dem Friedhof der Liebfrauengemeinde in Neustadt gibt es zudem am Sonnabend, 9. Mai, um 13 Uhr eine Abschiedsfeier für Sternenkinder.
Wer sind eigentlich die Mormonen
Früher war der Begriff vielen geläufig. Heute taucht er seltener auf. Doch wer ist eigentlich gemeint, wenn von den Mormonen die Rede ist. Markus Grieger schaut auf Herkunft, Geschichte und Glaubensinhalte dieser Religionsgemeinschaft. Es geht um einen Namen, der geblieben ist, obwohl sich vieles verändert hat. Und um die Frage, was Menschen heute darüber überhaupt noch wissen.
Plattdeutsch und die Frage nach Normalität
Zum Schluss wird es wieder plattdeutsch. Superintendent Rainer Müller-Jödicke fragt in den Sonntagsgedanken, ob Menschen mit Kopftuch immer noch als ungewöhnlich wahrgenommen werden. Dahinter steht mehr als eine Alltagsbeobachtung. Es geht um Gewohnheit, um Fremdheit und um den Blick auf Menschen, die längst Teil des gesellschaftlichen Alltags sind. Die plattdeutsche Andacht ist ab jetzt wieder an jedem ersten Sonntag im Monat zu hören.
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 3. Mai, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.