Gottesdienste, Friedensgebete, Musik und Begegnungen: Vom 6. bis 18. November laden die Johannes- und die Liebfrauengemeinde in Neustadt zu Veranstaltungen unter dem Motto „Couragiert widerständig“ ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Frauen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit eingesetzt haben.
Neustadt. Frieden braucht Menschen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und auch dann widersprechen, wenn es unbequem wird. Unter dem Motto „Couragiert widerständig“ beteiligen sich die Johannes- und die Liebfrauengemeinde gemeinsam mit Menschen aus der Stadtgesellschaft an der bundesweiten FriedensDekade 2026. Vom 6. bis 18. November stehen Gottesdienste, Friedensgebete, Musik, Tanz und Begegnungen auf dem Programm.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Frauen, die sich gegen Unrecht gestellt und für ein friedliches Zusammenleben eingesetzt haben. Die Ausstellung „Frauen des Friedens – Pionierinnen mutiger Widerständigkeit“ in der Liebfrauenkirche zeigt zwölf Porträts, darunter Bertha von Suttner, Sophie Scholl, Rosa Parks, Petra Kelly, Dorothee Sölle und Malala Yousafzai. Ihre Lebensgeschichten verdeutlichen, wie unterschiedlich Widerstand aussehen kann und welchen Beitrag Frauen zur internationalen Friedensbewegung geleistet haben.
Auftakt mit Taizégebet und Erinnerung
Den Auftakt bildet am Freitag, 6. November, um 19 Uhr ein Taizégottesdienst in der Johanneskirche. Julia Martens, Christiane Rohde-Behrmann und ihr Team stimmen mit Musik, Gebeten und meditativen Texten auf die FriedensDekade ein.
Am Sonntag, 8. November, beginnt um 10 Uhr der Eröffnungsgottesdienst mit Pastor Bernhard Julius in der Liebfrauenkirche. Er ist zugleich mit der Ausstellung „Frauen des Friedens“ verbunden.
Anschließend lädt der Arbeitskreis Regionalgeschichte um 11.30 Uhr zu einem gemeinsamen Gang zum Neustädter Holocaustmahnmal ein. Unterwegs hält die Gruppe an Stolpersteinen inne und erinnert an die Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordet wurden. Treffpunkt ist die Mittelstraße 18. Um 12 Uhr beginnt am Holocaustmahnmal die jährliche Gedenkveranstaltung.
Am Dienstag, 10. November, steht das gemeinsame Gebet über Religionsgrenzen hinweg im Mittelpunkt. Um 17 Uhr laden Pastorin Sarah Pantke, Pastor Martin Tigges und Mitglieder der muslimischen Gemeinde zum interreligiösen Friedensgebet „Gemeinsam für den Frieden“ in die Liebfrauenkirche ein.
Friedensgebete, Mahnwache und Musik
Am Freitag, 13. November, setzt die Friedensinitiative um 10.45 Uhr mit einer Mahnwache vor dem Apollo-Optiker in der Marktstraße 33 ein öffentliches Zeichen gegen die Gefahr von Krieg. Um 11.40 Uhr schließt sich in der Liebfrauenkirche ein Friedensgebet mit Pastorin Sarah Pantke an. Unter dem Titel „Couragiert widerständig – Bertha von Suttner“ erinnert es an die österreichische Friedensaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, die sich bereits vor mehr als einem Jahrhundert gegen Krieg und Aufrüstung engagierte.
Musik und Besinnung bestimmen den Abend. Um 18 Uhr laden Diakonin Claudina Baron-Turbanisch sowie Catherina Eggers und Klaus Peter Nies von KlangWindPoesie zu „Blowing in the wind…“ in die Liebfrauenkirche ein. Musik und Texte eröffnen einen weiteren Zugang zu den Fragen nach Frieden und Menschlichkeit.
Tanzen und Gemeinschaft erleben
Dass sich Haltung auch ohne Worte ausdrücken lässt, zeigt eine Veranstaltung am Montag, 16. November. Um 18 Uhr lädt Irmgard Schneidenbach unter dem Titel „Frauen tanzen couragiert“ zum meditativen Tanz in die Liebfrauenkirche ein. Im Mittelpunkt stehen Bewegung, gemeinsames Erleben und die Verbindung von Tanz und Besinnung.
Am Dienstag, 17. November, folgt um 18 Uhr das „FrauenFriedensMahl – Stärkung für Leib und Seele“ in der Liebfrauenkirche. Diakonin Claudina Baron-Turbanisch und das Team FriedensDekade gestalten einen Abend, der Raum für Begegnungen, Gespräche und gegenseitige Stärkung bietet. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter Telefon (05032) 956473 oder per Mail an Claudina.Baron-Turbanisch@evlka.de notwendig.erforderlich.
Gospelgottesdienst zum Abschluss
Den Abschluss der FriedensDekade bildet am Mittwoch, 18. November, dem Buß- und Bettag, um 19 Uhr ein Gospelgottesdienst in der Johanneskirche. Unter dem Titel „Couragiert widerständig – Mutige Frauen“ greifen Pastorin Sarah Pantke, der Gospelchor und Kantorin Birgit Pape das Jahresthema noch einmal auf.
Die FriedensDekade verbindet damit die Erinnerung an vergangenes Unrecht mit der Frage, was Mut und Widerständigkeit heute bedeuten. Gottesdienste und Gebete, Musik, Bewegung und persönliche Begegnungen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit Frieden, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Weitere Informationen gibt es unter www.kirche-neustadt-wunstorf.de.