
Angedacht am 8. November 2026
Ein Hospiz, in dem gelacht und geweint wird und sogar Haustiere willkommen sind? Ein Bestatter, der selbst an seine Grenzen gerät? „Angedacht“ erzählt diesmal vom Leben und seinen Herausforderungen. Außerdem geht es um ein Familienzentrum in Wunstorf, die Bedeutung jüdischer Schläfenlocken und die Frage, warum wir eigentlich nie Zeit haben – nicht einmal zum Nichtstun.
Jeder Tag wird gelebt
Ein Lieblingsessen, ein kleines Konzert oder noch einmal ans Meer: Im Hospiz in Burgwedel bei Hannover werden letzte Wünsche wahr. Bis zu 15 Menschen verbringen hier ihre letzte Lebenszeit. Hospizleiter Markus Jakob-Ebbinghaus zeigt, wie viel Platz dabei für persönliche Wünsche, Angehörige und gemeinsame Erlebnisse bleibt. Und warum in einem Haus, in dem Menschen sterben, auch so viel gelacht wird.
Wenn der Bestatter selbst Hilfe braucht
Tag für Tag begleiten Bestatter Menschen in schweren Stunden. Doch was passiert, wenn sie selbst nicht mehr können? Tim Schustereit aus Neustadt hat einen Burnout erlebt und spricht offen darüber. Er erzählt, wie schwierig die Balance zwischen professioneller Distanz und menschlicher Nähe sein kann – und warum er mit seiner Geschichte auch anderen Mut machen möchte.
Ein Treffpunkt für die ganze Familie
Kinderbetreuung ist das eine, Familien zusammenbringen das andere. An der StiftsKita in Wunstorf gibt es deshalb neben der Betreuung von rund 100 Kindern auch ein Familienzentrum, das allen Familien offensteht. Koordinatorin Denise Vogel organisiert Begegnungen, Beratung und Veranstaltungen – vom Mehrlingstreff bis zum Streetdance-Workshop für die Kleinsten. Was Familien dort finden können und warum ihre Wünsche bei der Planung eine wichtige Rolle spielen, erzählt sie bei „Angedacht“.
Warum tragen jüdische Männer Schläfenlocken?
Manche jüdischen Männer tragen auffällige Locken an den Schläfen. Aber woher kommt diese Tradition und warum ist sie längst nicht für alle Juden selbstverständlich? Der Hannoveraner Theologe Prof. Dr. Wolfgang Reinbold erklärt im Religionslexikon, was hinter den sogenannten Pejes steckt und warum dabei sogar der dritte Geburtstag eine besondere Rolle spielen kann.
Keine Zeit zum Nichtstun?
Ein Termin jagt den nächsten, der Kalender ist voll und die Aufgabenliste wird einfach nicht kürzer. Benjamin Elsner kennt das nur zu gut. In seinen Sonntagsgedanken fragt er sich, warum wir eigentlich alles planen – nur die Zeit, in der wir einfach mal nichts tun, nicht. Und was passiert, wenn wir uns solche Momente ganz ohne schlechtes Gewissen erlauben?
Zu hören ist die nächste Sendung Sonntag, 8. November, ab 10 Uhr bei „Angedacht, das Kirchenmagazin“ von Meer Radio auf den terrestrischen Frequenzen 88.0 oder 95.4 MHz oder direkt im Anschluss per Stream im Internet. Weitere Beiträge unter https://meerradio.de/programm/audio/beitraege/kirchenmagazin-angedacht.