Was ist das Ziel meines Lebens? - 19.1.19

Liebe Leserin, lieber Leser,

alle Jahre wieder: Im Januar platzt das Fitness-Studio aus allen Nähten. Der Parkplatz voll, Geräte und Kurse gut ausgelastet – die guten Vorsätze zeigen Auswirkungen! Denn für eine bessere Haltung oder ein reduziertes Körpergewicht sind viele Maßnahmen nötig: Weniger essen, schweißtreibende Aktivitäten. Aber um des Zieles willen nehmen wir das auf uns – wenigstens bis März. Dann kehrt der alte Trott zurück. Hängt es also am Ziel, was ich bereit bin, mittel- und langfristig zu investieren?

Was ist das Ziel Ihres Lebens? Mit fortschreitendem Alter merke ich, dass die Ziele übersichtlicher werden. Was ich bis jetzt beruflich nicht erreicht habe, werde ich nicht mehr erreichen. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass auch bei mir Gesundheit ein vergängliches Gut ist. Und bei nüchterner Betrachtung stelle ich fest, dass deutlich mehr Leben hinter als vor mir liegt. Was ist das Ziel meines Lebens?

Die Offenbarung des Johannes stellt uns ein faszinierendes Bild vor Augen: Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Das sind gute Aussichten. Die Verheißung eines Lebens, in dem all das, was Leben und Glauben oft schwer macht, keinen Platz mehr hat. Zu einem solchen Leben lädt uns Christus ein. Wer ihm vertraut und so lebt, wie er es uns vor Augen gemalt hat, der soll Platz haben in dieser neuen Welt.

Ein guter Freund von mir hat sich für dieses Jahr vorgenommen, jeden Tag in der Bibel zu lesen. Er ist nicht auffallend fromm, aber am Glauben interessiert. „Ich lese jeden Tag etwas fett Gedrucktes – und dann nehme ich mir fünf Minuten Zeit um darüber nachzudenken und mich zu fragen, ob das etwas mit meinem Leben zu tun hat und zu welchen Handlungen es mich antreibt.“ Der Einsatz ist übersichtlich: Ein paar Minuten jeden Tag. Und die Ausdauer sollte mindestens genauso gut sein wie bei der Pflege unserer irdischen Hülle. Das Ziel – das sollte überzeugen. Das Leben!

Ich wünsche Ihnen gesegnete Wege im neuen Jahr – behalten Sie Ihr Ziel im Auge!

Ihr

Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen