Wahl-los - 25.5.19

Den Wal loswerden wollte der Prophet Jona. In diesem Wal saß er, weil er den Auftrag Gottes nicht erfüllen wollte, den Menschen in der Stadt zu sagen, dass sie böse sind und nicht nach dem Willen Gottes fragen. Darauf hatte Jona keine Lust, der Ärger war vorprogrammiert und er wusste, dass sie nicht auf ihn hören würden.  Jona wusste, „dass Gott gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte“ ist und die Stadt verschonen würde, dafür hatte er selbst absolut kein Verständnis.  Er würde allein dastehen, um Ninive zu überzeugen.

Und doch, nach langem Nachdenken und Beten, kam Jona zu dem Entschluss, dass er es doch versuchen wolle.  Er würde in die Stadt gehen und die Menschen zur Umkehr aufrufen, er würde ihnen keine Wahl lassen.

Wir haben täglich die Wahl, wir können in Freiheit entscheiden, wie wir unser Leben führen wollen, das ist ein Erfolg der Europäischen Gemeinschaft: Frieden und Freiheit.

Diese Freiheit nutzten die Bewohner von Ninive und lebten ein Leben ohne Gott. Und seltsam, Gott bestrafte sie nicht, denn er wollte niemanden aus „Ninive, der großen Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist“ verlieren. 

Aber Gott geht es nicht um Rache, es reicht, wenn ich erkennbar umkehre und nach seinem Willen frage. Es reicht, mit anderen Menschen Antworten auf die dringlichen Fragen nach dem richtigen Lebensstil zu suchen und danach zu handeln.

Die Menschen in Ninive wählten den Weg mit Gott; den Weg der größten Freiheit, den Weg der Barmherzigkeit, den Weg zur Bewahrung der Schöpfung und den Weg des Friedens.

Wir haben am Sonntag die Wahl. Gehen Sie zur Wahl zum Europa-Parlament. Lenken Sie so den Weg für unser Leben in unserem Land und in Europa. Fragen Sie sich welcher Weg zu Freiheit und Frieden, zu Umweltschutz und Gerechtigkeit führt, werden Sie ihren Wal los und bestimmen Sie mit.