Schlüssel zu Gott - 26.10.19

Wie schnell ist es geschehen: da stehe ich draußen vor der Haustür und will die Tür aufschließen. Ein Griff in die Jackentasche: kein Schüssel. Auch in der anderen Jackentasche ist der Schlüssel nicht.  Was nun? Ohne Schlüssel lässt sich die Tür nicht öffnen, und das geht nur mit dem richtigen Schlüssel. Im Notfall kann der Schlüsseldienst weiterhelfen, allerdings hat das seinen Preis.

Nur mit dem richtigen Schlüssel lässt sich die Tür öffnen. Nicht selten geht ein wichtiger Schlüssel verloren, weil er irgendwo verlegt worden ist. Ein Schlüsseldienst kann eine teure Angelegenheit werden, immerhin kann dann die Haustür geöffnet werden.

Der Schlüssel schließt auf und schließt zu. Das kann auch ein Code oder ein Passwort sein. Wer am PC oder Laptop arbeitet, benötigt viele Passworte. Bei Internetanwendungen macht es häufig keine großen Umstände, wenn man mal das Passwort nicht zur Hand hat. Dann können wir ein neues Passwort anfordern oder einen Link, um selbst ein neues Passwort anzulegen. 

Im Leben ist das anders. Da kann es Konflikte geben, für die sich kein Schlüssel finden lässt. Die Tür zum anderen ist verschlossen. Es gibt keine Möglichkeit, einen Schlüssel zu finden.

So mag es manchen auch mit Gott gehen. Als seien alle Wege zu ihm verschlossen.

Es gibt einen einfachen Schlüssel, den Gott uns Menschen geschenkt hat: das Gebet. Wir können Gott bitten, dass er uns begegnet. Dass er uns für sich und für unsere Mitmenschen öffnet. Es kann sein, dass wir warten müssen. Dass der „Schlüssel“ Gebet nicht so einfach funktioniert wie unsere Schlüssel im Alltag. Das Gebet als Schlüssel ist eine Einladung, keine Macht. Gott möchte uns begegnen, dafür hat er uns das Gebet gegeben. Dazu heißt es in der Bibel: „Bittet, und ihr werdet bekommen! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und es wird euch geöffnet!“ (Matthäus 7,7).   

Jesus lädt damit zum Beten ein, er hält den Schlüssel bereit.

Friedrich Kanjahn, Pastor in Mardorf und Schneeren