Schätze sammeln - 30.9.17

Kennen Sie Dagobert Duck? – Diesen nimmersatten, geizigen und vergrämten Enterich aus der legendären Walt Disney-Serie Donald Duck. Dagobert Duck ist der Neffe von Donald Duck. Um ihn noch einmal vor Augen zu führen, ein kurzer Steckbrief zu ihm. Wohnort: Entenhausen, Lästigste Verehrerin: Gitta Gans, Erzfeinde: Die  Panzerknacker, Lieblingsfarbe: Goldgelb, Lieblingstier: Goldesel, Lieblingspflanze: Talerbaum, Bestes Stück: Glückszehner, Hobbies: Im Geld baden und Schatzsuchen. Berufe: Er macht alles, was Taler bringt. Was würde Dagobert mit einer Million Taler machen? Bestimmt nicht ausgeben!

An diesem Wochenende feiern Christinnen und Christen „Erntedankgottesdienste“. Vor den Altären liegen Früchte des Feldes, der Bäume und der Sträucher, schön aufgebaut und dekoriert. Heute, an Erntedank, danken Christinnen und Christen traditionell Gott für diese Schätze.

Martin Luther sagte einmal: „Woran Du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ Das Herz des Menschen kann an vielen Schätzen hängen: an Besitz, Erfolg, Geld. Natürlich hängt das Herz der Menschen an den Dingen, die sie sich, oft über lange Zeit, erarbeitet haben. Die Schätze können auch eine negative Seite haben wie bei Dagobert Duck: Er hatte Angst um seine Taler und war gerade darum so grießgrämig.

Walt-Disney-Zeichner Carl Barks wollte mit der Figur von Dagobert Duck eine gesellschaftskritische Haltung einnehmen – im Jahr 1934. Und über das Medium Comic der amerikanischen Gesellschaft ein Spiegel vor Augen halten: Wie es ist, wenn Menschen nur an ihr eigenes Kapital, ihre eigenen Schätze, denken und wörtlich „ihr Herz dran hängen?“

Konkret: Was sind weitere Schätze?: vielleicht die Liebe eines anderen, das Lächeln des Nachbarn, die Begegnung mit einem Menschen, der das Leben verändert, Melodien, Bilder, die uns anleiten, sich selbst neu zu begegnen.

Am Erntedankfest schauen Christinnen und Christen bewusst auf die Gaben, die vor und auf dem Altar liegen und die zur Dankbarkeit auffordern. Gleichzeitig leiten sie dazu an, auf das Wesentliche im Leben zu schauen: Die Dankbarkeit für das, was ich bin und habe, und das Besinnen darauf, dass „alle gute Gabe“ von Gott herkommt.

Ihr Pastor Marcus Buchholz, Liebfrauenkirche, Neustadt