Nichts ist unmöglich - 22.4.17

Manchmal kommt er im Gespräch, manchmal unter der Dusche, manchmal in der Stille: Der Geistesblitz. Da ist sie, die Idee, etwas Neuartiges, etwas anders zu machen. Der Gedanke nimmt Formen an und wir immer präziser. Das ist noch nicht anstrengend, nur aufreibend. Das Anstrengende folgt erst noch: Anderen Menschen davon zu berichten, „Du, ich habe da eine Idee“. Das gibt es viele unterschiedliche Reaktionen, von „Ja, das hast Du recht“ bis „das klappt doch nie“. Das negative Feedback überwiegt meistens, aus ganz unterschiedlichen Gründen: Manch einer ärgert sich, nicht selber darauf gekommen zu sein, andere sehe ihre eigenen Grenzen zu eng und projizieren das auf den Ideengeber. Das schafft Frust, wenn die Idee totgeredet wird, bevor sie überhaupt ausprobiert wurde. Was ist denn möglich, was kann denn gelingen? In einem dörflich geprägten Umland von Wunstorf gibt es wenige Sponsoren und somit nicht so viel Anschubfinanzierung. Aber dafür viele Menschen, die selbstverständlich mit anpacken, die sehr hilfsbereit sind. Also: Warum nicht versuchen?  Was hält uns ab?

In der Bibel steht im Matthäusevangelium im 17. Kapitel: Jesus spricht: Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Wie häufig haben wir das vergessen? Und dass, obwohl wir beim Osterfest letzte Woche genau an dieses Unmögliche, dass Berge und Steine versetzen kann, erinnert haben. Wie häufig zweifeln wir unseren Glauben und die Hilfe an? Der Versuch macht doch nach dem Volksmund klug. Der Glaube versetzt nicht nur Berge, sondern auch die eigenen Grenzen, Neues und Anderes erfolgreich auszuprobieren. Der christliche Glaube ist ein Glaube der Chancen und weniger der Risiken und das kann zu einer unheimlichen Stärkung der inneren Haltung verhelfen. Man sollte sich nur fernhalten von negativen Menschen: Die haben für jede Lösung ein Problem.

Jörg Mecke, Prädikant aus Idensen