Kirchenkreis auf dem Prüfstand

Die Azubis Ralph Clemens und Emily Heidorn sind Auszubildende im Kirchenamt Wunstorf. Darüber freut sich Leiterin Andrea FurcheNeun Ausschüsse berichten über die Arbeit in den Kirchengemeinden

Neustadt/Wunstorf. Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf stellt sich selbst auf den Prüfstand: mit mehr als zehn Berichten aus den einzelnen Ausschüssen informierten sich die Mitglieder des Kirchenkreistages über die Arbeit in den Kirchengemeinden und Einrichtungen. Dazu zählten Themen wie etwa: Umstellung des Buchführungssystems im Kirchenamt, mehr Werbung für die Klinikseelsorge im Krankenhaus, Nachwuchsmangel bei Pastoren. Ziel ist es, dass der zukünftige Kirchenkreistag sich um diese Arbeitsfelder intensiv kümmert.

Bei dem Kirchenkreistag, das Parlament des Kirchenkreises, in der Stiftskirchengemeinde berichtete Andrea Furche, Leiterin des Kirchenamtes Wunstorf, dass vor allem die Umstellung auf ein neues Buchführungssystem namens Doppik viel Zeit und Kraft koste „und eine echte Herausforderung für alle Mitarbeitenden ist“. Um so besser sei deshalb: Mit nunmehr 61 Mitarbeitenden ist das Kirchenamt personell gut ausgestattet, insbesondere freut sich Furche über neue Auszubildende zu Verwaltungsfachangestellten. Dazu zählt Ralph, Clemens, 22 Jahre, der im zweiten Ausbildungsjahr alles rund um Haushalt, Bau, Liegenschaften, Friedhof oder Kindergärten lernt. Er stammt aus der Liebfrauen-Kirchengemeinde in Neustadt und hatte schon immer eine Affinität zu  Gesetzen. Auch seine Kollegin Emily Heidorn, 19 Jahre, befindet sich in der dreijährigen Ausbildung im Kirchenamt: „Büro war schon immer meins, da hat sich Kirche angeboten“, sagt die Teamerin aus der  Johannes-Kirchengemeinde in Neustadt.

In Arbeitsgruppen hörten die Kirchenkreismitglieder die Berichte der AusschüsseIm Ausschuss berichtete Schulpastorin Franziska Oberheide über die schulkooperative Jugendarbeit. Diese sei ein wichtiges Arbeitsfeld, berichtet die Wunstorfer IGS-Schulpastorin: Hier lägen die Chancen Kindern und Jugendliche, die zu Hause keine christlichen Traditionen kennen lernen, für den christlichen Glauben zu interessieren.

Superintendent Michael Hagen weist in seinem Bericht zur Leitung des Kirchenkreises noch einmal darauf hin, dass zukünftig attraktive Pfarrstellen geschaffen werden sollten, „die junge Pastoren anlocken“. Denn auch in der Evangelisch-lutherischen Kirche bahnt sich ein Nachwuchsmangel von Pastorinnen und Pastoren an.

Fotos und Text: Marcus Buchholz