Frau Freyberg erhält für den Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf den Lukas-Preis des Diakonischen Werkes in Niedersachsen

Frau Gerlinde Freyberg erhält für die Arbeit des Arbeitskreis Asyl und Integration Wunstorf den Lukas-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen e. V.. Mit dem in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobten Lukas-Preis möchten das Diakonische Werk ehrenamtlich engagierte Personen auszeichnen, die sich in herausragender Weise um die Anliegen der Diakonie in Niedersachsen verdient machen. Am Donnerstag, den 6. April 2017 wird Frau Gerlinde Freyberg der Preis feierlich auf der Mitgliederversammlung der Diakonie in Niedersachsen überreicht. Der Preis ist mit 5.000 EUR für diakonische Zwecke dotiert.

Der Arbeitskreis Asyl und Integration gründete sich 1986 im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf als zahlreiche vietnamesische „Boat People“ in Wunstorf ankamen, damals galt es Unterkünfte und Sachspenden zu organisieren. In den 1990er Jahren fanden viele Menschen auf Grund von Kriegen und Krisen in Wunstorf Zuflucht. Auch zu dieser Zeit unterstütze der Arbeitskreis Asyl und Integration die Menschen beim Zurechtfinden mit Deutschkursen, Hausaufgabenhilfe oder Frauengruppen. Seit 1996 ist Frau Gerlinde Freyberg in dem Arbeitskreis ehrenamtlich aktiv und erkennt schnell aktuelle Bedarfe der Geflüchteten. Zusammen mit knapp 100 Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl und Integration versucht Frau Freyberg ein umfangreiches Angebot für Geflüchtete zu gestalten, damit das Ankommen in Wunstorf erleichtert wird. So kann der Arbeitskreis Asyl und Integration zusammen mit Kooperationspartner, wie der Stadt Wunstorf und der Johanniter Unfall Hilfe e.V. Deutschkurse, eine Möbelvermittlung, Hausaufgabenhilfe, das internationale Café und die persönliche Familienbegleitung ermöglichen.

Seit 2005 repräsentiert Gerlinde Freyberg offiziell den Arbeitskreis Asyl und Integration. Gerlinde Freyberg gestaltet den Arbeitskreis maßgeblich mit, sodass er eine gute Schnittstelle zwischen offiziellen Institutionen, Bürgerinnen sowie Bürger als auch Geflüchteten ist. „Als ich von dem Preis erfuhr, war ich ganz überrascht und habe mich natürlich sehr gefreut. Aber ich möchte betonen, dass ich nur stellvertretend für viele Ehrenamtliche den Preis entgegennehme,“ erklärt Frau Freyberg. Besonders wichtig sind die unterschiedlichen Ehrenamtlichen, die sich jede Woche im Arbeitskreis Asyl und Integration für andere Menschen einsetzen. Durch die Arbeit des Arbeitskreises werden Vorurteile abgebaut, aber auch bei ganz konkreten Anliegen geholfen. Viele Ehrenamtliche haben zurzeit den Eindruck, dass die schnelle Hilfe, wie sie vor einem Jahr noch nötig war, langsam abklingt. Viele geflüchteten Menschen können zunehmend besser Deutsch und verstehen die Behördenstrukturen besser. Aber jetzt beginnen die Themen, die mehr Zeit benötigen, wie die Arbeitsmarktintegration, die Förderung der Kinder und das Knüpfen von stabilen sozialen Kontakten. Hierfür ist das ehrenamtliche Engagement des Arbeitskreises nach wie vor sehr wichtig, um Orientierungshilfe zu leisten oder ganz praktisch Nachhilfe für die Deutschprüfungen anzubieten.