Duftende Worte und wo ich sie finden kann - 29.10.16

 „Ich suche ein Buch, das trösten kann“, sagt die Kundin im Buchladen in unserer Szene für den Familiengottesdienst. Die Buchhändlerin empfiehlt ihr die Bibel mit dem Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. Schon viele traurige und verzweifelte Menschen hätten in diesen Worten Trost gefunden.

„Wo finde ich die Geschichte von einem Hirtenjungen, der später König wird?“ Diesem Kunden zeigt die Buchhändlerin in der Bibel, wo er den Aufstieg des Hirtenjungen David zum König von Israel nachlesen kann. Und sie fügt hinzu, dass bei Gott nicht immer der Größte auch der Stärkste ist, schließlich hat der kleine David den großen Goliath besiegt.

Und welches Buch bekommt die Kundin, die das Zitat: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ bei Schiller oder Goethe vermutet? Natürlich - auch hier verweist die Buchhändlerin auf die Bibel.

Die Bibel – das ist das Buch für ein ganzes Leben, für ganz verschiedene Lebenssituationen und Gelegenheiten. Die Bibel steht im Guinnessbuch der Rekorde, weil kein anderes Buch häufiger verkauft oder so oft verfilmt worden ist. Im Jahr 2001 lagen Bibeltexte in 2.287 Sprachen vor und gegenwärtig wird weltweit an 672 Übersetzungen gearbeitet.

Auch heute wünschen sich viele Menschen eine Bibel in der eigenen Sprache, um endlich Gottes Wort selbst lesen zu können. Wir feiern am Montag, am 31.Oktober Reformationstag und erinnern an Martin Luther, der die Bibel schon vor etwa 500 Jahren in die deutsche Sprache übersetzt hat.

Nehmen Sie doch diesen Tag zum Anlass und lesen nicht nur in Psalm 23 von Hirten und Schafen oder entdecken welche anderen Worte von Jesus berühmt geworden sind. Die Bibel hält viele „dufte“ und „duftende“ Worte für uns bereit, wie Martin Luther es beschrieben hat: „Die Bibel ist wie ein Kräutlein: je mehr man daran reibt, umso stärker duftet es.“ 

Ihre Christa Hafermann, Pastorin in Kolenfeld