Andachten 2020

Andachten im Wunstorfer Stadtanzeiger 2020

„Ich könnte heulen, wie gemein die Menschen in der großen Politik sind. Könnte einem da nicht manchmal der Mut vergehen?“ Diese beiden Sätze sind nicht das Gejammer über unsere Politiker heutzutage, sondern stehen in einem Brief von Sophie Scholl.

Sophie, ihr Bruder Hans Scholl und einige andere leisten im „Dritten Reich“ Widerstand gegen Hitler. „Weiße Rose“ heißt ihre Untergrundgruppe in München, wo Hans und Sophie studieren. Heute ist der Todestag von Hans und Sophie. Am 22. Februar 1943 werden die Geschwister geköpft. Sie haben Flugblätter gegen Hitler ausgelegt. Einfach weil sie entsetzt waren über das tausendfache Sterben auf beiden Seiten der Kriegsfront. Als die deutsche Wehrmacht bei Stalingrad besiegt wird,  wagt die Widerstandsgruppe alles: Mitten in der Münchner Universität legen die jungen Menschen Flugblätter gegen Hitler aus. Nur wenig später werden sie verhaftet. Stundenlange Verhöre folgen. Erst einen Tag später erfahren die Eltern der Geschwister Scholl von deren Verhaftung. Vor dem Volksgerichtshof kommt es zum Verfahren. Der Anklagepunkt lautet: Hochverrat.

22. Februar 1943, 9 Uhr Verhandlungsbeginn. Die Eltern von Hans und Sophie werden aus dem Gerichtssaal gewiesen. Nach schneller Verhandlung ergeht gegen 14.30 Uhr das Todesurteil. Danach dürfen Sophie und Hans ihre Eltern noch ein letztes Mal sehen. Noch am selben Tag werden sie um 17 Uhr hingerichtet: zuerst Sophie, Minuten später Hans. Sophie war 21, Hans 24 Jahre jung.

Sophie weiß, was sie riskiert hat.

Sie schreibt in einem früheren Brief mit Bezug auf Jesus: „Wahrscheinlich hat es bisher nur ein Mensch fertiggebracht, ganz gerade den Weg zu Gott zu gehen. Aber wer sucht den heute noch?“ –

Meine Antwort heute ist: Ich schon.

Karin Puy

Hören können ist wichtig. Wir hören das Martinshorn, die Huppe, das Signal an der Ampel als Fußgänger, die Musik, die wir so sehr lieben und die Stimme der Menschen, die uns Gutes sagen.

Hören ist anstrengend. Wer eine fremde Sprache hört und sich schwer tut mit dem Verstehen, wer nicht mehr gut hören kann und sich schwer tut, sobald die Menschen zwar reden, aber einen nicht persönlich ansprechen oder auch nicht ansehen, wenn sie mit einem reden…

Zuhören ist mühsam. Es verlangt mir ab Dinge zu hören, die ich vielleicht gar nicht wissen wollte. Es nötigt mich, mich mit der Gedankenwelt von einem anderen Menschen auseinander zu setzen, die sich mir vielleicht nicht erschließt.

Hör hin. Hör zu. Hör mir doch mal zu! Sag nichts. Schweig! Nur wer schweigt, kann hören. Und nur wer ein offenes Herz hat, kann zuhören. Wenn wir mit anderen sprechen und unsere Antworten und Wünsche im Kopf haben, ja, wenn wir schon nur noch bestimmte Fragen stellen; dann sind die Antworten passend zu unserer Meinung, aber hinhören oder dem Gegenüber zuhören, das tun wir dann nicht mehr. Wenn wir schon den oder die reden hören, dann hören wir erst recht nicht mehr hin, weil wir meinen schon zu wissen, was gleich kommt. Und in aller Regel kommt etwas, wovon wir annehmen, dass es uns nicht interessiert, wir es schon kennen oder was sowieso und überhaupt absoluter Blödsinn ist. Vor allem aber ist es nicht, was wir hören wollen und somit haben wir den Widerspruch schon im Kopf.

Schweige und höre, neige Deines Herzens Ohr … Wir müssen unser Herz einschalten und nicht schon abschalten, noch bevor etwas gesagt wird.

Gestern war Valentinstag, Tag der Liebenden. Grade in Beziehungen ist das Zuhören und einander wahrnehmen besonders wichtig. Umso länger eine  Beziehung dauert, umso mehr verlassen wir uns darauf verstanden zu werden, legen den Worten vielleicht nicht mehr so viel Wert bei, glauben, blind ver-standen werden zu müssen, ohne unsere veränderte Lage, die sich wandelnde Liebe, die veränderten Bedürfnisse einander mitzuteilen. Manche hören dann auch nicht mehr hin oder glauben: Der/Die kriegt sich schon wieder ein.

Am Sonntag, geht es um das Zuhören um das Hinhören. Ganz besonders geht es natürlich um das Hören auf das, was Gott zu sagen hat. Die Geschichten erzählen von Erfahrungen: Mensch zu Menschen, Menschen mit Gott; der versucht Gehör zu finden, um durch sein Wort Frieden zu stiften. Sie erzählen von der Vergeblichkeit des Redens, wenn Menschen die Herzen verschlossen haben und sich auf nichts einlassen wollen.

Schweige und höre, lass Dich ein darauf konfrontiert zu werden mit Neuem, Unbekanntem, mit Dingen, die Dir nicht vertraut sind und die Dich fragend zurücklassen oder auch verunsichert. Neige Deines Herzens Ohr, damit Du und das Gegenüber eine Chance haben einander zu verstehen, wenn es anders ist als erwartet - fremd, was Dir begegnet. Schweige und höre, neige Deines Herzens Ohr, suche den Frieden. Wenn wir uns gegenseitig zuhören, mit unserem Herzen hinhören, um unser Gegenüber so zu verstehen, wie es Dinge meint; nicht wie wir denken, dass es sein sollte. Wenn wir uns einlassen können auf etwas, was uns nicht entspricht, dann ist Frieden möglich. Lassen wir uns nicht ein und haben keine Bereitschaft unser Herz zu öffnen, dann kann das Zusammenleben nichts werden. Dann erwarten wir immer, dass andere unsere Meinung haben müssen, so reagieren müssen, wie wir wollen und setzen uns und unsere Ansprüche absolut.

Damit es zum Hinhören kommt, haben wir uns Gedanken gemacht im Miteinander. Wenn sie etwas von den Ergebnissen mitbekommen mögen:

Sing&Praise, heute, 18:00h, Neue Kirche Idensen, zu „Schweige und Höre“ oder Punkt5, Sonntag 17:00h, Kirche in Dedensen

Heinz Laukamp

„Willkommen bei den Machern“ so begrüßt ein Landkreis seine Gäste. „Macher“ oder „Machende“ sind gefragt. Menschen, die das Leben meistern, die Leistung zeigen, die Probleme lösen, die ständig „unter Strom stehen“. Selbst Pausen dienen dazu, um sich selbst zu optimieren, um noch besser zu werden, die eigene Leistung zu steigern. Ich habe den Eindruck, dass eine solche Ideologie sogar bis weit in die ältere Generation hineinreicht. Als Rentner auch dann noch etwas für die Gesellschaft leisten. Im Alter kein „nutzloses Eisen“ sein, sondern sich selber einbringen. Das klingt gut und hat auch positive Seiten.

Aber kommt dabei nicht das zu kurz, was wir Seele nennen? Ist nicht auch eine Pause von nutzen, wenn es nicht zuerst darum geht, Kräfte zu sammeln, sondern einfach Pause, vielleicht sogar Schweigen und Stille?

Jemand sagte mir vor einiger Zeit: „ich freue mich auf den Gottesdienst, dann kann ich eine knappe Stunde abschalten, muss nichts leisten, sondern kann zuhören. Wenn ich will, kann ich mitsingen und beten. Auf jeden Fall kann ich zur Ruhe kommen.“

Der Gottesdienst bringt keine Leistungssteigerung, auch nicht im frommen Sinn. Mit anderen zusammen still werden, zuhören, singen und beten ist eher ein Innehalten, wie eine innere Bremse, wie ein Anhalten im Machen, in der Leistung.    

„Willkommen bei den Machern“ - im Gottesdienst gilt eher das Gegenteil Willkommen in der Pause. Und dann „Willkommen bei Gott“. Denn Gottesdienst ist weniger unser Tun, weniger unsere Leistung, sondern Gottes Gegenwart erleben und seine Liebe.

„Gott ist gegenwärtig, lasst uns anbeten“ so heißt es in einem alten Choral (Ev. Gesangbuch Nr. 165). „Machen“ können wir alle, mehr oder weniger. Wie wäre es mit einer Stunde Pause am Sonntagmorgen oder Sonntagaben – es gibt viele Gottesdienstmöglichkeiten rund um das Steinhuder Meer.  

Ihr Pastor Friedrich Kanjahn, Pastor in Mardorf und Schneeren

Viele haben die Berichterstattung über das Weltwirtschaftsforum in Davos verfolgt. Gleich am ersten Tag gab es ein Fernduell zwischen Greta Thunberg und Donald Trump. Die Kommentare von Beobachtern über Donald Trumps Äußerungen waren verheerend, zog er doch den Kampf von Greta Thunberg für den Klimawandel ins Lächerliche und nannte sie eine „radikale Sozialistin“. Natürlich ist es trivial, mit einem Alter von 73 Jahren über eine 17-Jährige zu urteilen, dass ihr die Erfahrung und ein Blick fürs Ganze fehlt. Im Fall einer vorhandenen Altersweisheit kann man auf Zusammenhänge hinweisen, aber niemals herabwürdigen.

Junge Menschen zu diskreditieren, ist völlig indiskutabel und ausgrenzend. Der daraus resultierende Frust, dass ein angestammtes System nicht wandelbar ist, führt auf Dauer meistens zur Resignation. Denn: Wer will auf Dauer für unfähig erklärt werden? So einen Fall kennt sogar die Bibel bei der Berufung des Jeremias: „Jeremia aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der Herr sprach aber zu Jeremia: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.“ (Jer 1, 6+7)

Sicherlich ist es fragwürdig, Greta Thunberg mit Jeremia vergleichen. Aber das, was passiert ist, ist eine Frage von Kultur. Junge Menschen sind genauso wertzuschätzen, wie ältere Menschen. Der Satz: „Sage nicht: ich bin zu jung“ kann genauso gut heißen „Sage nicht: ich bin zu alt“. Für ein Miteinander in der Gesellschaft zählt nicht das Alter, sondern der Wille, etwas gemeinsam zu bewegen. Das Alter kann keine Ausrede oder Begründung sein. Die Aufgaben, die vor uns als Gemeinschaft liegen, sind generationsübergreifend anzugehen und es zählt jeder Gedanke und jede helfende Hand.

Die einen machen das im Großen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, die anderen im Kleinen, in dem sie beispielsweise Menschen in Ausnahmesituationen beiseite stehen. Und das ist gut so, ob 17, 47 oder 77 Jahre alt.

Jörg Mecke, Prädikant im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf

Im Touristenbüro klingt alles ganz einfach: neben der Gondel, die den Berg hinauffährt, einfach rechts den Weg nehmen. Der Weg ist steinig, wie Stufen führen dicke Steine nach oben. Bereits nach 15 Minuten merken wir: dieser Weg ist nicht einfach. Die Sonne brennt auf den Nacken, in den Waden zieht es der Wind pfeift. Das Ziel, die Spitze des Berges ist noch weit entfernt. Zum Glück haben wir Wasser dabei – im Rucksack.

Ein Pfad geht in den anderen über. Die letzten dreihundert Meter sind anstrengend, 70 Grad Steigung. Das Wasser wird knapp, die Kräfte lassen nach. Wann ist endlich die Spitze des Tafelberges in Kapstadt erreicht. Wir fragen entgegenkommende Touristen: „Maximal noch 15 Minuten“, sagen sie. Wir, mein Sohn Jacob und ich, wir können nicht mehr. Dann endlich, die letzte Schneise zwischen Felsen: 100 Meter im Schatten, dann Sonne, wir sehen sie schon. Sie wird unsere Haut wärmen, uns Licht spenden. Wir hoffen darauf. Nochmal alle Kraft zusammen genommen, und tatsächlich, wir schaffen es.

Zusammen gehen wir Hand in Hand in die Sonne und wir haben den Tafelberg bestiegen. Nicht mit der Seilbahn, sondern zu Fuß. Aus dem Schatten ins Licht. Die Sonne bringt Hoffnung, schenkt uns Kraft und Wärme. Aus dem Schatten ins Licht – eine Erfahrung, die ich ab und zu im Leben mache. Aber diese Wandererfahrung auf den Tafelberg macht Mut. Jesus sagt: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ (Johannes 12,46)

Für den Rückweg bergab haben wir die Seilbahn genommen. Es war schon spät am Nachmittag.

Pastor Marcus Buchholz, stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf

Haben Sie vor dem letzten Kauf einer Zahnbürste vielleicht erst einmal drei Testberichte gelesen, um zu wissen welche denn die Beste ist? Haben Sie heute schon in den Spiegel gesehen nach der Dusche und „Perfekt!“ zu sich gesagt? Das geht ja gar nicht!

Diese Erkenntnis geht verloren. Das „Perfekte“ ist ausdrücklich das Ziel unzähliger Anstrengungen geworden. Jeder Betrieb müht sich ununterbrochen darum, „die Prozesse zu optimieren.“. Das ist auch sicherlich manchmal sinnvoll. Die Feststellung „Nichts ist perfekt.“ – ist bei manchen längst ersetzt worden durch das überschwängliche „Nichts ist unmöglich.“. Firmen fordern von Ihren Mitarbeitern deren „Selbstoptimierung“. Doch ist das überhaupt erreichbar: die perfekte Version meiner Person? Klar, da fallen mir so perfekte Menschen ein wie Martin Luther King, Mutter Teresa und Jesus natürlich. Wie sieht der das eigentlich?  Der spricht auch von Vollkommenheit! Er ermahnt seine Nachfolger*innen: „Deshalb sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus 5,48). Auch das noch! Wenn aber perfekt sein bedeuten würde: vollständig sein, zum Ziel gekommen sein, ganz sein? Dann wird aus dem Druck Perfekt zu sein, ein Werden, ein Zugehen auf Gott. Er ist das vollkommene Ziel, vollkommen liebevoll und barmherzig. Dann wird das perfekt sein, ein Weg zu mir und dem anderen. Das beginnt bei mir, beim barmherzigen Blick in den Spiegel am Morgen, setzt sich fort beim Blick auf meine Kinder, die das Zimmer nicht aufgeräumt haben, und endet bei der krummen Gurke auf dem Marktplatz. Also sowas!

Stefan Krüger

Liebe Leserin, lieber Leser,

„und Gott sprach: Es werde Licht!“, so steht es auf der ersten Seite der Bibel. Mit Licht hat es begonnen, das Leben auf der Erde. Ich empfinde den Januar immer als einen dunklen Monat. Die meisten Weihnachtsbäume sind nun abgeschmückt und auch die Kerzen und der Adventskram sind wieder im Karton verschwunden. Mir fehlen die Lichterketten und Schwippbögen, die so schön gegen die kurzen Tage angeschienen haben. Gegen diese Januar-Dunkelheit wollen die beiden Luther Künstlerinnen Angelika Dömland und Hildemut Bölsing anleuchten. „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“, diesen Vers aus Psalm 119 haben sie sich zum leitenden Gedanken für ihre Ausstellung erkoren, die vom 12. bis 26. Januar in der Dorfkirche Luthe zu sehen ist. In ihren Bilder und Keramiken zeigen die Beiden bildhaft, wie Gottes Licht mit unseren Leben verbunden ist. Gott gibt Licht, in all das, was in unserem Leben dunkel erscheint. Durch Ihr Versprechen an uns, dass unsere ganze Existenz von Ihr gehalten wird, mit allen Entscheidungen, die wir treffen und allen Umständen, in denen wir uns vorfinden. Das ist das Wort, die frohe Nachricht, die in unser Leben leuchtet. Gott ist da. Auch in der Dunkelheit lässt Sie uns nicht allein.

Ihre Pastorin Marit Ritzenhoff, Luthe

Ein „moderner“ Mensch verirrt sich in der Wüste. Erschöpft von der Hitze sieht er in der Ferne eine Oase. „Aha, eine Fata Morgana,“ denkt er, „eine Luftspiegelung, die mich narrt.“  Er nähert sich der Oase, aber sie verschwindet nicht. Immer deutlicher sieht er die Dattelpalmen, das Gras und vor allem das Wasser. „Natürlich eine Hungerfantasie, die mir mein halb wahnsinniges Gehirn vorgaukelt“, denke er. „Sowas bildet man sich bekanntlich in meinem Zustand ein!“ Dann hört er sogar das Wasser sprudeln. Kurze Zeit später finden ihn zwei Beduinen. Tot. „Kannst du so etwas verstehen?“ sagt der eine zum anderen, „die Datteln wachsen ihm beinahe in den Mund. Und dicht neben der Quelle liegt er verhungert und verdurstet. Wie ist das möglich?“ Da antwortet der andere: „Er war ein moderner Mensch. Er traute seinen Augen nicht; er glaubte nicht einmal an seine 5 Sinne. Er hat sich zu Tode gezweifelt." 

Unglaube und Zweifel machen den modernen Menschen aus. Die Natur von uns Menschen ist so angelegt, dass wir für schlechte Nachrichten und Probleme empfänglicher sind als für Positives. In der menschlichen Entwicklungsgeschichte hat es sich bewährt, misstrauisch zu sein. Darum fällt es vielen schwer das Gute zu sehen und darauf zu vertrauen. Dabei können wir im Großen und Kleinen viel Positives erleben. Allein wieviel wurde jetzt zu Weihnachten wieder für Menschen in Not gespendet! Wieviele Menschen engagieren sich unermüdlich ehrenamtlich bei Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten. Und viele Menschen in unserem Land sind trotz aller politischer Vorbehalte sehr wohl dazu bereit sich einzuschränken, damit diese Erde eine Zukunft hat.

Wir sollten das Wort „gut“ nur einfach öfter und bewusster verwenden. „Gut sein“ und „Gutes tun“ sind weltliche Formulierungen des Gebotes der Nächstenliebe. Manchmal liegen das Gute - so wie bei dem Menschen in der Wüste - zum Greifen nahe. Allem Misstrauen, allem Zweifel zum Trotz. Es ist nur wichtig, daran zu glauben. Falls uns das schwerfällt, dann können wir wie in der diesjährigen Jahreslosung zu Jesus rufen: „Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24). Jesus verkörpert, worum es im Glauben geht. Er hat Macht, Leben gut werden zu lassen. Darum ist es auch im neuen Jahr lohnenswert, sich beherzt für das Gute zu engagieren!

Michael Hagen, Superintendent