„Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen...“ - 17.8.19

Heute sehen wir sie wieder auf den Straßen – die festlich gekleideten kleinen Schulkinder mit ihren großen bunten Schultüten. Schulanfänger. Es ist Einschulungstag. Begleitet von ihrer Familie und anderen Angehörigen sind sie voller Erwartung auf dem Weg zur Schule. Und manche Fragen bewegen die Gedanken an diesem Tag: Wie wird sie werden, die neue Zeit? Wird es eine gelungene Zeit?

Viele Familien besuchen noch vor der Feier in der Schule einen Einschulungsgottesdienst, um diesen Tag und den Anfang der Schulzeit unter Gottes Segen zu stellen.

Es ist gut, einen neuen Abschnitt im Leben mit Gottes Segen zu beginnen – und das nicht nur beim Schulanfang. „Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen...“ singen wir anderen zum Geburtstag. Aber was ist Glück denn eigentlich anderes als Segen? Segen haben wir für unsere Kinder im Sinn, wenn wir sie auf eine lange Reise verabschieden. Oder wenn wir im Krankenhaus einen Besuch gemacht haben - wir heben die Hand, ein kurzes Zuwinken, so als wollten wir Gutes hinüberschicken: Viel Glück – mach`s gut.

Jedes Glück ist nichts anderes als Segen. Jedes Gelingen, jede Freude, jedes Verstehen mit anderen ist Segen. Doch wie gefährdet ist dieser Segen! Wieviel Unverständnis, Misstrauen, Ablehnung, Streit oder Hass türmen wir uns auf.

Segen muss gehegt werden, muss ersehnt werden, erbeten werden. Denn wir können nicht selbst segnen. Segen kommt allein von Gott. Aber wir können Gott bitten, dass er uns segne – und als Beschenkte anderen selbst zum Segen werden.

Schon das erste Wort Gottes an die Menschen ist ein Segen (1. Mose 1, 28). In der Bibel erfahren die Menschen Gottes Segen vor allem an den Wendepunkten ihres Lebens – Ruhe, Schutz, Geborgenheit, Frieden werden verheißen. In den Kirchen stellen wir uns am Ende jedes Gottesdienstes und Bginn der neuen Woche unter die biblischen Segensworte: „Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4. Mose 6, 24)

Erce-Inga Frost, Lektorin in Wunstorf